Hervorgehoben

Inhaltsverzeichnis

Die Lahn in Kirschhofen
Lahnnutzung in Weilburg-Kirschhofen 2021
Auswirkungen des Lahntourismus und Handlungsaufforderung
Der Kirschhöfer Kies
Ortsbeschreibungen
Doppelwehr Weilburg-Kirschhofen
Niedrige Wasserstände am Doppelwehr

Bürgerveranstaltungen Kirschhofen
Café Kirschhofen/ 2020+
Veranstaltungskonzept

Heimat- und Wanderverein Kirschhofen
Aktion Saubere Landschaft 2021

Geschichte Kirschhofen
Absturz eines RAF Bombers in der Kirschhöfer Gemarkung

Stadt Weilburg (Infrastruktur)
Öffentlicher Nahverkehr in Weilburg 2021
Optimierung ÖPNV-Anbindung der Stadtteile mit der Kernstadt
Mobilfunk und Internet in Weilburg 2021

Organisation
Auswirkungen der Digitalisierung auf die Arbeitswelt
und Nutzung informationstechnologischer Hilfsmittel zur Kompensation von Einschränkungen durch die Corona-Pandemie

Auswirkungen der Digitalisierung auf die Arbeitswelt

und Nutzung informationstechnologischer Hilfsmittel zur Kompensation von Einschränkungen durch die Corona-Pandemie

v.01.03
Günther Wiehlmann
13.5.2021
© 2021 Günther Wiehlmann

Auswirkungen der Digitalisierung auf die Arbeitswelt

Der technische Fortschritt macht es möglich, in vielen Bereichen für die Erbringung von Leistungen zwischen Büro- und Heimarbeitsplatz zu wählen. Bei manchen Lehr-, Lern-, Beratungs-, Projekt- und Verkaufstätigkeiten ist eine Präsenz notwendigerweise erforderlich; manche der Leistungen erfordern keine persönliche Präsenz. Der Empfänger der Leistung wird letztlich entscheiden.

Aufgrund der sich aktuell stellenden Corona-Pandemie-Beschränkungen wurden viele Organisationen gezwungen, vermehrt auf die Erbringung von Arbeitsleistungen von daheim zu setzen. Fall noch nicht vorhanden müssen dazu adäquate technische Infrastrukturen aufgebaut werden. Um die Umwelt zu schonen wird schon seit langem gefordert, auf Reisen zu verzichten.

Die Corona-Krise ist nur ein Auslöser, über eine effizientere Nutzung der neuen Medien nachzudenken und erste Schritte zu unternehmen. Die hauptsächlich von der Wirtschaft geforderte Verbesserung der datennetztechnischen Anbindung wird von den meisten Mitbürgern befürwortet. Jeder muss allerdings dafür einen persönlichen Preis bezahlen:
Ein persönliches Umdenken des jeden Einzelnen, Veränderung lieb gewordener historisch gewachsener persönlicher  Vorgehensweisen und schnelle Anpassung an die neuen Möglichkeiten.

Gruppentreffen mit Präsenzpflicht sind in vielen Fällen nicht notwendig und nicht sinnvoll, die Organisation und Schaffung des Umfeldes ist für Veranstalter zeitintensiv, der mit Anreisen verbundene Zeit- und Kostenaufwand kann häufig eingespart werden.
Möchte man die vorhandenen technischen Hilfsmittel nutzen, muss man seine alten  Kommunikationstechniken anpassen bzw. sich neue aneignen.

Es erstaunt, wie viele ältere Mitbürger bereits heute neue über das Internet zur Verfügung gestellte Kommunikationswege nutzen, um Bankgeschäfte und elektronische Einkäufe zu tätigen und zur Wissenserweiterung Internetportale zu Recherchezwecken nutzen.
Auf der anderen Seite ist festzustellen, dass sich viele Mitbürger sträuben, die neuen Medien Mobiltelefon, Tablet, PC und Internet zu nutzen und in ihr Leben zu integrieren.

Warum das so ist, erschließt sich mir nicht: Jeder fordert lauthals Digitalisierung, sprich die Nutzung der neuen Möglichkeiten, lehnt sie aber ab, wenn man sein Verhalten an die Nutzung digitaler Möglichkeiten anpassen und dazu alte Gewohnheiten aufgeben muss.

Natürlich ist es für Nachrichtenempfänger bequem, per Brief oder per Anruf zu etwas eingeladen zu werden. Das gibt jedem bei drohenden Veränderungen viel Vorlauf und Zeit zur Entscheidung. Auf der anderen Seite ist der  Zeitaufwand für den Einladenden hoch, die Zustellungskosten bzw. der Zustellungsaufwand für einen Brief erheblich.
Der Zeitaufwand für den Eingeladenen bleibt minimal, eine Bestätigung oder Absage kostet den Eingeladenen nur ein Telefonat. Die Rückfragepflicht und Protokollierungsaufwand für das Ergebnis bleibt immer beim Einladenden, der mit seiner Einladung etwas erreichen will.

Bewertung Vor- und Nachteile Büro-/ Home Office-Arbeit

Kurzbeschreibung der persönlichen Arbeitssituation

Bis vor 1 1/2 Jahren war ich bei einem großen amerikanischen IT-Unternehmen als Außendienstler  im Bereich technisches Projektmanagement tätig. Im Laufe der Jahre nahm das Unternehmen weltweit Veränderungen im Arbeitsplatzbereich vor, um den sich mit dem technischen Fortschritt bietenden Möglichkeiten Rechnung zu tragen und Kosten einzusparen.

Vor dem Hintergrund persönlicher in den letzten 15 Jahre gemachter Erfahrungen versuche ich,  Vor- und Nachteile von Büro- und Home Office-Arbeitsplätzen aus der Sicht eines Außendienstmitarbeiters zu beurteilen, der zirka 60% seiner Projektarbeitszeit vor Ort beim Kunden und 20% zu Projektabstimmungs- und -dokumentationstätigkeiten am Home Office-Arbeitsplatz verbringt. Die verbleibenden 20% war ich im Büro präsent, um mit dem Kollegenteam in Kontakt zu bleiben. Im Büro wurden dabei ähnliche Arbeiten wie im Home Office durchgeführt, aber zusätzlich nur am Unternehmensstandort verfügbare Ressourcen genutzt. In abgewandelter Form sind diese Erfahrungen auch für Mitarbeiter gültig, die nicht vor Ort beim Kunden arbeiten und keine Zeit für Reisen einbeziehen müssen. 

Für alle halte ich die Büropräsenzzeit im Teamkreis für absolut notwendig. Trotz sehr guter technischen Ausstattung durch den Arbeitgeber habe ich immer versucht, mindestens einen Tag pro Woche im Firmenbüro bzw. bei Langzeitprojekten im Projektbüro mit den Teammitgliedern zu verbringen, um die persönlichen Bindungen zu den Teammitgliedern zu erhalten und zu verbessern. Diese Zeitinvestition ist wichtig und zahlt sich meiner Meinung nach für jeden langfristig aus.

Veränderungen der persönlichen Arbeitssituation über die Zeit

Physische Ausstattung

Meine Tätigkeit in dem Unternehmen begann in den 80er Jahren. Zu dieser Zeit stellte der Arbeitgeber fest zugeordnete Arbeitsplätze mit Unix Workstations für technische Spezialisten und Computerterminals für Mitarbeiter mit eher administrativen Tätigkeiten in Großraumbüros zur Verfügung. In den 90er Jahren wurden alle Außendienstmitarbeiter mit mobilen Microsoft Windows Workstations (Laptops) ausgestattet, die im Innendienst Tätigen bekamen in einem ersten Schritt Microsoft Windows PCs. Wenig später bekamen auch diese Mitarbeiter Laptops.

Für die mit mobilen Workstations ausgestatteten Mitarbeiter wurden am Arbeitsplatz stehende Unix Workstations überflüssig und wurden abgeschafft.

Für Außendienstler wurde ein Desk Sharing Konzept eingeführt, um den teuren Büroraum bestmöglich auszulasten. Bei dieser Organisationsform existieren innerhalb einer Organisationseinheit (Unternehmen, Hauptabteilung, Abteilung) weniger Arbeitsplätze als Mitarbeiter. Die Mitarbeiter können „ihren“ Arbeitsplatz täglich frei wählen. Sind die Schreibtische nicht mehr fest zugeordnet, muss der Arbeitsplatz am Tagesende leer hinterlassen werden (Clean-Desk-Policy). Das erzieht Mitarbeiter dazu, Arbeitsunterlagen und Dokumente in elektronischer Form abzulegen.

Alle Arbeitstische wurden aus ergonomischen Gründen mit Tastaturen, Mäusen und Bildschirmen ausgestattet, die permanent am Arbeitsplatz verblieben. Die Festnetztelefone wurden so konfiguriert, dass sie das Freischalten des persönlichen Firmentelefonanschlusses an jedem Büroarbeitstisch im Büro ermöglichten.

Für persönliche Unterlagen wurden zunächst persönliche Rollcontainer bereitgestellt, die bei Abwesenheit an zentraler Stelle geparkt wurden. Diese Container wurden später durch in Arbeitsplatznähe stehende verschließbare Schränke abgelöst, die allerdings nur von wenigen Außendienstmitarbeitern genutzt wurden, da man vom Personal Computer auf alle Dokumente zugreifen konnte und bei Bedarf Handexemplare ausdruckte und in seine Tasche steckte.

Mit Einführung des Desk Sharing Konzeptes hat fast jeder Außendienstmitarbeiter begonnen, sich ein Home Office mit LAN Anschluss, Monitor, Tastatur, Maus und Drucker einzurichten. Vor dort und von unterwegs kann man ebenso wie auf Reisen auf das Firmennetzwerk mit all seinen Ressourcen zugreifen, da die Laptops mit Netzwerkschnittstellen und vom Unternehmen kontrollierter Verschlüsselungstechnik ausgestattet wurden.

Applikationsausstattung

Aus Gründen der Interoperabilität hat das Unternehmen Standards für den Einsatz von Office Software, Projektmanagementsoftware, Terminalemulatoren festgelegt. Alle für die Durchführung der Arbeit notwendigen Applikationen werden durch ein firmeninternes Portal angeboten, über das die Mitarbeiter ihre Applikationen frei wählen und installieren können. Auf allen Laptops läuft unternehmensweit einheitlich ein Virenscanner.

 Die persönlichen Laptops ermöglichen zusätzlich die Installation nicht im Firmenportfolio vorhandener Applikationen. Für die Unterstützung der Standardsoftware (und Hardware) steht ein firmeninterner Helpdesk allen Mitarbeitern zur Verfügung. Da das Unternehmen weltweit tätig ist, steht diese Funktion 24*7 in englischer Sprache zur Verfügung.

Instant Messaging Funktion: Mit den Kolleginnen/ Kollegen ist man über Jabber/ Skype verbunden und kann sich ad hoc abstimmen.
Instant Messenger Dienste sind vergleichbar mit Telefonaten: Eine minimal zeitversetzte  Interaktion mit dem Gegenüber ist dabei gewünscht. Sie dient zur unverbindlichen Abklärung von Fragen und werden nicht dokumentiert (obwohl es technisch möglich wäre).

Terminplanungsfunktion: In dem Unternehmen wird die Microsoft Office Suite und Outlook eingesetzt. Für Terminvereinbarungen mit Kunden und Kollegen wird daher Outlook verwendet.

eMail Funktion: Elektronische Post (eMail) dient einem ähnlichen Zweck wie Briefpost: Wichtige Nachrichten werden ausgetauscht, die eine zeitversetzte Bearbeitung durch den Empfänger erlauben. Die Dokumentation erfolgt automatisch.
Als eMail-System wird hauptsächlich Microsoft Exchange eingesetzt, allerdings verfügt das Unternehmen auch über eine Verbindung zu sendmail-Systemen, um die Kommunikation von und zu Un*x Systemen zu unterstützen.

Groupware Funktion: Um die Zusammenarbeit von Gruppenmitgliedern zu ermöglichen, wurden Microsoft-basierende File Sharing Systeme auf Unternehmensservern eingeführt. Die Gruppen können eigene Shares bedarfsgerecht einrichten und verwalten.
Mit der Einführung von Groupware wurde die die effiziente gemeinsame Bearbeitung von Dokumenten möglich, alle auf dem Laptop erarbeitete Daten werden zentral von der Unternehmens-IT gespeichert.

Videokonferenz- und Videoschulungswerkzeuge: Die unternehmenseigene Video-Applikation wurde ursprünglich für Kundenschulungen entwickelt und wird auch noch dafür genutzt. Dieses Werkzeug steht auch den Projektgruppen und ihren Kunden zur Verfügung. Es läuft mit sehr niedrigem Bandbreitenbedarf, um eine Nutzung auch von unterwegs und im Homeoffice zu ermöglichen.

Seit dem Jahr 2000 wurden in dem Technologieunternehmen technische Schulungen hauptsächlich übers Web interaktiv angeboten, um Reisezeiten für Schüler und Schulende zu den Schulungsorten zu sparen.

Den technischen Instruktoren werden Schulungen angeboten, bei denen sie lernen können, wie sie sie das elektronische Schulungssystem technisch und didaktisch optimal einsetzen können.

Abschließende Bewertung Büroarbeit/ Home Office Arbeit

Für Arbeiten im technischen oder Projektmanagementbereich ist das Home Office ideal geeignet, wenn man dokumentiert, programmiert, Videokonferenzen mit kleinen Gruppen durchführt, an (technischen) Schulungen teilnimmt oder diese als Referent veranstaltet. 
Schlechter geeignet ist die Heimarbeit in großen Projekten, wo es auf die sofortige Interaktion mit anderen Projektmitgliedern ankommt oder wenn man in einer Gruppe gemeinsam an großen zeitkritischen Ausschreibungen teilnimmt.

Ist man am Bürostandort Teil eines Teams, unterstützt häufiger persönlicher Face-2-Face Kontakt die Teamarbeit und das Zusammengehörigkeitsgefühl. Dasselbe gilt, wenn man Teil eines länderübergreifenden Projektteams ist. Im umfangreichen Projekten ist oft das Projektteam wichtiger als das lokale Team am Standort. Die Arbeitsweise ändert sich dann und man muss die persönliche Anwesenheitszeit in beiden Teams so einteilen, dass man nach Durchführung des Projektes vom lokalen Team wieder aufgefangen wird und die Zeit bis zum nächsten großen Projekt überbrücken kann.
Bereitstellung und Nutzung von technischen Hilfsmitteln erleichtert in jedem Fall die Zusammenarbeit über Standortgrenzen hinweg. Die Arbeitsqualität sich kurzzeitig bildender virtueller Teams erreicht aber in den meisten Fällen nicht die der Standortteams oder langfristig zusammenarbeitender Projektgruppen, bei denen sich die Mitarbeiter seit langem kennen und sich einschätzen können.
Bei dieser Art der Zusammenarbeit kommt es meiner Meinung nach sehr auf die eigene Teamfähigkeit und Persönlichkeit sowie die eigene Kommunikationsfähigkeit und die der einzelnen Mitglieder an.

Nutzung informationstechnologischer Hilfsmittel
zur Kompensation von Einschränkungen durch die Corona-Pandemie

Raus aus der Komfortzone …

Die uns allen auferlegten Corona-Pandemie-Beschränkungen sind ein guter Anlass, persönliche Kommunikationsverhaltensweisen zu ändern, um sich dadurch ergebende Einschränkungen zu vermindern. Lasst uns das Beste aus der Situation machen.

Bei Vorhandensein einer entsprechenden technischen Ausstattung kann jeder eMail und Internet-Webseiten nutzen, ohne ein EDV-Spezialist zu sein. Voraussetzung dafür sind lediglich der Besitz eines modernen Mobiltelefons, Tablets oder eines Personal Computers und ein Internetanschluss.

Dann fehlt nur noch der Wille und ein wenig technische Anleitung, die ich bei Interesse gerne gebe.

Nutzung von Elektronischer Post (eMail)

Elektronische Post (eMail) dient einem ähnlichen Zweck wie Briefpost: Wichtige Nachrichten werden ausgetauscht, die eine zeitversetzte Bearbeitung durch den Empfänger erlauben. Die Dokumentation erfolgt automatisch.
Die Nutzung von eMail Botschaften ist billiger, schneller und weniger aufwändig (reine Schreibzeit) als eins-zu-eins Telefonate (Zeit pro Telefonat) oder Briefpost (0,80€ Porto, Umschlag, Tinte, Papier, Zeit).

Es ist selbsterklärend, dass man spezielle Empfängergruppen (einige sehr wenige Empfänger) auch weiterhin zeitaufwändig über Telefonate und Briefen mit Informationen versorgen muss, damit sie am Gemeinschaftsleben teilnehmen können.

Abstimmung eines Sitzungs-/ Veranstaltungstermins

Hierbei denke ich insbesondere an Mitglieder des Ortsbeirats, Vereinsvorstände usw. Ich halte es beispielsweise für mühsam, mit einem halben Dutzend Personen telefonisch oder per eMail einen Sitzungstermin abzustimmen. Dabei gehe ich davon aus, dass Sitzungsdetails per Papierkopie oder eMail verbreitet werden.
Nutzt man persönliche Einzelgespräche oder eMails bei der Bestimmung eines möglichen Termins, an dem beispielsweise 6 Personen teilnehmen müssen, so führt dieses zu einer große Anzahl von 1:1 Interaktionen, wenn ein oder mehrere Teilnehmer unterschiedliche Termine präferieren. Elektronische Werkzeuge wie z.B. doodle.com (es gibt viele Alternativanbieter), die über Webbrowser bedient werden, können das viel besser. Sie senden ein eMail an die Eingeladenen, das einen Link auf die Veranstaltung enthält.

Die Empfänger des eMails können sehen, was die anderen gewählt haben. Klickt man den in dem eMail enthaltenen Link an, öffnet sich ein Webbrowser und man kann aus den Veranstaltungsalternativen wählen und zusagen/ absagen. Der Organisator bekommt dann einen Link mit dem jeweils geänderten Status geschickt und kann reagieren.

Grundsätzliche Abstimmungen über Handlungsalternativen

Soll z.B. ein Vereinsvorstand über Handlungsalternativen abstimmen, können diese Alternativen mit Auswahlknöpfen ausgestattet beispielsweise in einer doodle.com Message versandt werden. Auch hier können alle Vorstandmitglieder die Auswahl der anderen sehen und bereits bei der eigenen Auswahl reagieren. Das Ergebnis wird beim Anfragenden gesammelt und kann dann per eMail an alle verbreitet werden.

Audio-/ Videokonferenzen

Sind allen Mitglieder eines Gremiums (Ortsbeiräte, Vereinsvorstände, Arbeitsgruppenmitglieder) mit einem modernen Mobiltelefon, Tablet, PC (mit Mikrofon) und mit Internetanschluss ausgestattet, können Sitzungen als Video- und/ oder Audiokonferenz durchgeführt werden.

Voraussetzung: Mobiltelefon, Tablet sind über WLAN verbunden, PC ist mit einer Kamera, einem Mikrofon und einem Lautsprecher ausgestattet, was bei einem Laptop meistens der Fall ist. Für einen PC muss man sich ggf. eine Kamera mit Mikrofon kaufen und anschließen, einen Lautsprecher hat der PC meistens.

Ein sehr einfach zu nutzender Video-/ Audiodienst wird von www.senfcall.de angeboten. Wenn man den vom Konferenzorganisator per eMail übersandten Link aufruft, öffnet sich der Webbrowser und schon kann die Konferenz beginnen. Software wird auf dem genutzten Client-Gerät nicht installiert.

Reicht das Telefon als Konferenzmedium aus und nutzen die meisten Teilnehmer das Telefonfestnetz, bieten sich kostenfreie Dienste wie z.B. www.deutsche-telefonkonferenz.de an. In diesem Fall ist eine Rufnummer in Düsseldorf anzurufen.  Dieser Dienst finanziert sich durch eine einmalige Webeschleife zu Beginn der Konferenz.

Manch eine Sitzung in einem Sitzungslokal mit Präsenzpflicht kann so überflüssig werden.

Exkurs: Home Schooling

Eine noch so gute technische Ausstattung ersetzt nicht den Präsenzunterricht, bei dem sich Lehrer und Schüler durch Interaktion unter Nutzung aller Sinne ein umfassendes Bild voneinander machen können und der Lehrer seine didaktischen Fähigkeiten voll zur Geltung bringen kann.

Die Vergabe, Bearbeitung und Kontrolle von Hausaufgaben kann über in der Schule vorhandene Groupware, eMail und Video-Werkzeuge zwar unterstützt werden, fördert aber die Teamarbeit kaum und lässt ein Zusammengehörigkeitsgefühl der Klasse nicht richtig aufkommen.

Zudem muss der Lehrer sich noch Video-Schulungstechniken aneignen und befindet sich derzeit meiner Meinung nach zwangsläufig noch im steilen Bereich der Lernkurve.

Auch in der Schule bedeutet Digitalisierung nicht nur das Bereitstellen von Werkzeugen, sondern auch die Entwicklung von Softskills auf Seiten des Lehrer und der Schüler.

Günther Wiehlmann
13.5.2021

Doppelwehr Weilburg-Kirschhofen

Niedrige Wasserstände am Doppelwehr

v.01.02
Günther Wiehlmann
5.4.2021
© 2021 Heimat- und Wanderverein Kirschhofen e.V. (HuWV)

Inhaltsübersicht
1. Schilderung der Lage
2. Mögliche Ursachen des Mißstandes
3. Möglichkeiten zur Behebung
4. Anlagenbeschreibung
4.1 Schleusen-/ Wehranlage
4.2 Wasserkraftanlage
5. Lahnkonzept des WSA Koblenz

Schilderung der Lage

Das Lahn-Doppelwehr mit der daneben liegenden Schleuse gehört zu den Sehenswürdigkeiten Weilburg-Kirschhofens. Schleuse und Doppelwehr Kirschhofen liegen bei Lahnkilometer 45,54 unterhalb des Unterdorfs Kirschhofen und gehören zu den Sehenswürdigkeiten des Ortsteils.

Die Schleuse ist auf dem Landweg von Weilburg-Odersbach zugänglich, das Doppelwehr vom auf der Weilburg-Kirschhofen verlaufenden Leinpfad zu Fuß oder mit dem Fahrrad.


https://osm-nominatim.gs.mil/details.php?place_id=104444729
© http://www.openstreetmap.org

Von Anwohnern und Nutzern des Leinpfades wird beklagt, dass über die Wehre kein oder sehr wenig Wasser fließt. Die Folge ist, dass das zwischen und hinter den Wehren stehende Wasser kaum mit Sauerstoff durchsetzt wird, was zum einen unangenehm riecht, zum anderen den dort befindlichen Organismen die Lebensgrundlage raubt. Dem Ortsbeirat und dem FSV Oberlahn ist dieses seit langem bekannt.   

Ab dem 26.3.2017 wurde diese Tatsache vom Ortsbeirat mit WSA Koblenz, dem RP Gießen, dem Gewässerwart des FSV und dem Betreiber der WKA erörtert und es wurde um mehr Information gebeten.

Auskunft des RP Gießen: Die Firma Elikraft AG hat eine bis zum 31.12.2020 befristeten Bewilligung für die Entnahme von max. 38 m³/s Wasser aus dem Schleusenkanal. Über die Wehranlage ist ständig ein Abfluss von ca. 1 m³/s zu gewährleisten.

Auskunft der Elikraft AB: Dass die Wehrüberflussmenge von 1 m³/s nicht unterschritten wird stellt eine Messung mit einer eigens dafür installierten Wasserstandssonde sicher, die sich an der Spitze der Schleuseninsel befindet. Nähere Angaben zum genauen Standort wurden aus Sicherheitsgründen nicht gemacht.

Das RP Gießen hat darum gebeten, entsprechende Wasserstände an der Wehrkrone zu fotografieren und die Fotos mit Aufnahmedatum und Uhrzeit an das RP Gießen zu schicken. Die eMail Adresse kann bei mir erfragt werden (Guenther.Wiehlmann@t-online.de).

Der Bürgermeister der Stadt Weilburg wurde im letzten Jahr vom Ortsbeirat Weilburg-Kirschhofen darüber informiert, dass das Abkommen mit dem Kraftwerksbetreiber zum 31.12.2020 ausläuft.

Mögliche Ursachen des Mißstandes

Wasserstand und Durchflussmenge der Lahn bestimmen sich aus Niederschlägen, Zuflüssen, Entnahmen, Versickerung und Wasserverdunstung. Die Pegelmeßstation für die Lahn befindet sich in Leun. Dort können die für Weilburg geltenden Wasserstände abgerufen werden.

Zwischen Leun und der Schleuse Kirschhofen liegen die Schleusen Löhnberg und Weilburg. Die Schleusenanlage Löhnberg besteht ähnlich wie Kirschhofen aus einer Wehr- und einer Schleusenanlage. In Weilburg umfließt die Lahn den Stadtkern über 2 Wehre, eines an der steinernen Brücke, an der sich auch mit der Brückenmühle ein Wasserkraftwerk befindet. Das zweite Wehr befindet sich an der Kirchhofesmühle, dem zweiten Wasserkraftwerk in Weilburg.

Vereinfachend kann man sagen, dass für alle betrachteten Schleusen-, Wehr- und Kraftwerksanlagen gilt:
Die Menge des Oberwassers ist gleich der Menge des Unterwassers. Oder auch:
Alles, was nicht durch Schleuse oder Kraftwerk läuft, fließt über das Wehr.

Der Wasserverbrauch einer Schleuse ist im Vergleich zum Durchsatz eines Wasserkraftwerks gering. Etwaige Undichtigkeiten des Wehrs können für diese grobe Betrachtung vernachlässigt werden.

Hauptursache für den Wassermangel an der Wehrkrone scheint der vom Kraftwerksbetreiber gesteuerte Wasserverbrauch der Turbinenanlagen zu sein. Dabei kann es möglich sein, dass der Betreiber sich an mehr an dem zugestandenen Ausbauabfluss von 38,0 m³/s als der Maßgabe des Regierungspräsidiums, über der Wehranlage einen ständigen Abfluss von ca. 1 m³/s zu gewährleisten ist (Zitat Schreiben des RP Gießen vom 6.4.2017).

Möglichkeiten zur Behebung

Bei pragmatischer Herangehensweise könnte man wie folgt vorgehen:

  1. Man installiert vor dem ersten Wehr permanent ein Pegelmessgerät.
    Der Betreiber der Wassermühle teile mit, dass er bereits ein solches Gerät habe.
  2. Man drosselt der Turbinen, bis die Wehrkrone der Vorgabe entsprechend überflutet wird und notiert entsprechende Pegelstände.
  3. Man steuert den Turbinendurchsatz durch Verwendung dieser Soll-Pegelstände. Eine programmatische Kopplung mit dem Pegelmeßgerät sollte beim heutigem Stand der Prozeßrechnertechnik sehr kostengünstig möglich sein.
  4. Aus Gründen der Transparenz veröffentlicht man den Pegelstand fortlaufend im Internet, was ebenfalls kostengünstig möglich ist.

Anlagenbeschreibung

Schleusen-/ Wehranlage

Die Schleuse wird durch das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Koblenz, Außenbezirk Wetzlar, verwaltet und steht unter Denkmalschutz.

Zum Schleusenkomplex zählen die Kammerschleuse, der Schleusenkanal, ein Schleusenwärterhaus mit Nebengebäude und zwei Lahnwehre.

Staustufe Kirschhofen, Quelle: WSA Koblenz
von links nach rechts: Schleusenwärterhaus, Schleusenkammer, Wasserkraftanlage
ganz rechts hinten Doppelwehr und Gleise der Lahntalbahn
Ansicht in Richtung Nord

Die Schleuse und das Doppelwehr Kirschhofen wurden in einem Bereich gebaut, in dem die Lahn aufgrund ihres Gefälles in der Vergangenheit besonders schwer schiffbar war. Die Bauwerke sollen den Fluss lückenlos mit Schiffen befahrbar machen. Im Gegensatz zu den meisten anderen Lahnschleusen wurden sie damit nicht erbaut, um bestehende Mühlwehre für Schiffe passierbar zu machen.

Die heutige Kammerschleuse und die Wehre wurden in den Jahren 1856 bis 1859 erbaut. Die Schleuse ist 34 Meter lang, 5,34 Meter breit und besitzt eine Fläche von circa 200 Quadratmetern. Das Lahngefälle beträgt an dieser Stelle 3,54 Meter. Anders als andere Lahnschleusen, beispielsweise in Limburg oder Runkel, besaß die heutige Schleuse keinen Vorgängerbau.

Der Schleusenkanal entstand im Zuge des Baus der Schleuse Kirschhofen. Durch seinen Bau entstand die Schleuseninsel, die zuvor Teil des Festlandes war. Das westliche Ufer der Schleuseninsel, sowie das gegenüberliegende Ufer des Festlandes, bilden den Kanal.

Dieser Kanal erfuhr seit 1987 entschiedene Änderungen. Im Bereich vor der Schleusenkammer wurde er stark in Richtung Osten verbreitert, indem ein Teil der Schleuseninsel entfernt wurde. Die entfernte Fläche betrug circa 0,23 Hektar. Durch diese Maßnahme wurde ein Zulauf für das neu erbaute Wasserkraftwerk Kirschhofen errichtet, das somit über den Schleusenkanal mit Wasser versorgt wird.

Zur Schleuse Kirschhofen gehört ein Schleusenwärterhaus. Dieses Gebäude wurde mit dem Bau der Schleuse zwischen 1856 bis 1859 errichtet. Das eingeschossige Haus besitzt Wände in Massivbauweise und einen Keller. Des Weiteren zeichnet es sich durch ein Satteldach mit Schieferdeckung aus. Es hat einen Erker, wie auch viele andere Schleusenwärterhäuser an der Lahn. Dieser Erker ermöglichte dem Schleusenwärter freie Sicht auf die Wasserstraße.

Das Gebäude steht nicht auf der Schleuseninsel, sondern auf dem Festland, in der Straße „Schleuse“. Direkt an das Schleusenwärterhaus angrenzend befindet sich ein kleineres Nebengebäude, welches zwischen 1868 und 1905 errichtet wurde. Dieses steht, wie das Hauptgebäude, ebenfalls unter Denkmalschutz.

Das Schleusenwärterhaus befindet sich heute in gutem baulichem Zustand. Es dient privaten Zwecken, ein Schleusenwärter ist nicht mehr anwesend.

Quelle:    „Schleuse Kirschhofen bei Weilburg”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital.
URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-265497
(Abgerufen: 4. April 2021)

Wasserkraftanlage

Die Beschreibung der Wasserkraftanlage ist dem Dokument des Wasser- und Schifffahrtsamt Koblenz (WSV) vom Februar 2019
„Living Lahn (LiLa), Anlage 17“ entnommen..

Eigentümer und Betreiber der Wasserkraftanlage Kirschhofen ist die ELIKRAFT AG. Die Anlage wurde am 5.4.1990 erbaut/ umgebaut. Das Wasserrecht besteht seit dem 5.4.1990 und war bis zum 31.12.20 befristet.

Die WKA verfügt über einen Ausbauabfluss von 38 m³/s und eine Ausbauleistung von 1.084kW. Eingebaut sind 2 Kaplanturbinen.

Luftbild Staustufe Kirschhofen, Quelle Luftbilder: Bundesamt für Kartographie und Geodäsie

Eigentümer/Betreiber: ELIKRAFT AG
Baujahr (und ggf. Umbaumaßnahmen): 05.04.1990
Ausbauabfluss: 38,0 m³/s
Ausbauleistung: 1.084 kW
Anzahl der Turbinen: 2
Turbinentyp: Kaplan
Wasserrecht besteht seit: 05.04.1990
Altrecht (ja/nein): nein
Befristung: 31.12.2020

Lahnkonzept des WSA Koblenz

Zu guter Letzt sei noch eine weitere Quelle erwähnt, in der wichtige Gedanken zum weiteren Betrieb der Bundeswasserstraße Lahn zusammengefasst wurden und das für Anwohner, Wassersportler, Sportfischer, Wanderer zur Lektüre empfohlen wird.

Das Wasser- und Schifffahrtsamt Koblenz (WSA) hat ein Lahnkonzept entwickelt, das Entscheidungsfindung für die zukünftige Nutzung und Unterhaltung der Bundeswasserstraße Lahn auf einer Länge von ca. 149 km vom Badenburger Wehr bei Gießen (km – 11,075) bis zur Mündung in den Rhein bei Lahnstein (km 137,300) dienen soll.

Derzeit werden die Lahnufer, Schleusenanlagen und der Leinpfad vom WSA gepflegt. Bereits seit 1981 wird die Lahn nicht mehr für den Güterverkehr genutzt. Details sind an folgender Stelle nachzulesen:

https://www.lila-livinglahn.de

Im Februar 2019 wurde als Teil des Konzeptes Anlage 17: Staustufe Kirschhofen veröffentlicht.

Aktion „Saubere Landschaft“ des HuWV Kirschhofen: 27.03.2021

Frühjahrsputz in der Gemarkung Weilburg-Kirschhofen 27.3.2021

v.01.03
Günther Wiehlmann
(c) 2021 Heimat- und Wanderverein Kirschhofen e.V. (HuWV)

Am 27. März 2021 um 10:00 Uhr nahm die diesjährige Naturreinigungsaktion „Saubere Landschaft“ („Schönes Kirschhofen“), organisiert vom Heimat- und Wanderverein (HuWV), am Dorfplatz ihren Anfang. Wie jedes Jahr wurden vor Beginn der Brutsaison Wege, Straßengräben, Wald und Felder der Ortsumgebung (Altgemarkung Kirschhofen) von Unrat befreit und so die Wanderinfrastruktur Kirschhofens für die neue Saison vorbereitet.

Sammeln zum Abmarsch am Dorfplatz

Die Aktion wurde Corona-verordnungskonform durchgeführt und endete  gegen 12 Uhr an der Schutzhütte im „Neuen Land“. Dort wurden die gefüllten Müllsäcke verladen und zu einem vom Bauhof der Stadt Weilburg auf dem Dorfplatz bereitgestellten Anhänger zur endgültigen Entsorgung gebracht.

An dieser Stelle vielen Dank an die Stadtverwaltung, Herrn Burger und Herrn Vleugel und ihre Mitarbeiter für die gute Zusammenarbeit.

Das Weilburger Tageblatt hatte auf die Aktion am 25.3.2021 durch eine Pressemitteilung aufmerksam gemacht. Gemeldet wurde die Veranstaltung Anfang der Woche per eMail an die lokalredaktion-oberlahn@vrm.de. Bitte nutzt diese eMail Adresse auch für andere Ankündigungen von Dorfaktivitäten.  

Rüdiger Weil hat dem Müllsammelteam wieder unentgeltlich Getränke zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür.

An der Aktion haben sich trotz zum Teil sehr schlechten Wetters (3° C am Dorfplatz, Regen, Hagel, Schnee und zwischendurch ein bisschen Sonne) 13 engagierte Mitbürger beteiligt, die einen ordentlichen Berg Abfälle zusammengetragen haben. Unterstützung bekamen wir vom TuS Kirschhofen und Helfern, die sich auf privater Ebene beteiligt haben. Herzlichen Dank an alle Beteiligten.

Die Mitglieder der Jugendfeuerwehr konnten sich aufgrund der für sie geltenden besonderen Corona-Vorschriften nicht beteiligen, auch die anderen Ortsvereine fanden keine Zeit mitzumachen.

Trotz mittlerweile an vielen Stellen des Ortes vorhandener regelmäßig vom Stadtbauhof geleerter Hundekotstationen wurden einige in die Straßengräben geworfene Kotbeutel gefunden und entsorgt. An vielen Stellen liegen direkt neben den Wegen große Hundekothaufen, die es eigentlich nicht geben sollte. Manchmal würde Nachdenken der Hundehalter der Umwelt helfen und den Spaziergängern sauberere Wege bieten.

In den Straßengräben wurden wieder wie jedes Jahr viele leere Schnapsflaschen besonders an der Kreisstraße nach Gräveneck eingesammelt.

Heinz-Günther und Georg an der Kreisstraße, Peter war auch beteiligt, ist aber nicht im Bild

An einigen der vom HuWV aufgestellten Bänke lagen massenhaft Zigarettenkippen, deren Filter bekanntlicherweise nicht mehr verrotten und daher eingesammelt werden müssen. Von manchen Bänken oberhalb des Ortes hat man eine besonders schöne Aussicht. Entsprechend häufig werden sie genutzt und findet zusätzlich Verpackungsmaterialien von Süßigkeiten, Bonbonpapier, leere Getränkeflaschen und -dosen. Dabei stehen neben vielen der Bänke Müllbehälter, die regelmäßig geleert werden. Am Vernünftigsten wäre es, seinen eigenen Müll wieder mit nach Hause zu nehmen, die Müllsammler zu entlasten und so den Platz sauber für den nächsten Wanderer hinterlassen.

Margit und Dieter haben die Schutzhütte am „Neuen Land“ vor dem Abschlusstreffen gereinigt und auf Vordermann gebracht. Wie man auf den letzten an der Schutzhütte aufgenommenen Bildern erkennen kann, war es „lausekalt“. Da kam die leckere heiße Wurst gerade recht zum Aufwärmen.

Margit und Meike in der Schutzhütte

Die Reinigung der Umgebung des Leinpfades musste in diesem Jahr aufgrund personeller Engpässe ein wenig vernachlässigt werden. Der TuS Kirschhofen kann nicht allein für die Sauberkeit im Bereich des Sportplatzes und des Kirschhöfer Kies sorgen und braucht die Hilfe aller Ortsbewohner. Bislang hat der Angelverein nach den Winterhochwassern Plastikfetzen aus dem Uferbewuchs gesammelt. Dazu ist er in diesem Jahr scheinbar noch nicht gekommen, es steht uns allen aber frei, dieses zu unterstützen.

Dietmar und Olli

Am Leinpfad unterhalb der Wilmersau wurde eine Ruhebank vom Hochwasser unterspült. Dieter und Günther werden in Kürze den weggespülten Boden unter der Bank mit von der Stadtverwaltung bereitgestelltem mit Magerbeton gemischtem Split ersetzen und so die Ruhebank wieder stabilisieren, damit sie uns auch für die nächsten Jahre erhalten bleibt. 

Die Aktion „Saubere Landschaft“ dient allen Bewohnern, die im Ort und drum herum eine müllfreie Umgebung haben und ihre Spaziergänge genießen wollen. Im nächsten Jahr würde sich der HuWV über eine größere Beteiligung sehr freuen. Über eine saubere Umwelt und eventuell zu treffende Maßnahmen zu reden ist leicht, sie im täglichen Leben sauber zu halten oder zumindest wieder sauberer zu machen ist absolut notwendig.

Margit und Dieter

Bitte laßt uns nicht vergessen: Der gestern beseitigte Unrat stammt sehr wahrscheinlich nicht von Lahntouristen, sondern von in unmittelbarer Nähe wohnenden Mitbürgern und die Kreisstraße nutzenden Berufspendlern. 

Natürlich verhalten sich die das Lahntal und die Kirschhöfer Umgebung in der warmen Jahreszeit besuchenden Lahntouristen recht ähnlich und werden wieder einigen Müll hinterlassen. Wir Anwohner müssen daher dafür sorgen, dass unsere Umgebung so sauber und sehenswert bleibt wie sie ist. Jede freiwillige für Ordnung sorgende Hand ist daher dringend notwendig.

Matthias, Malte und Luis nach getaner Arbeit. Ihr Müllsack steht am Spielplatz zur Abholung bereit.

Wir gehen davon aus, dass uns Corona und die für die Eindämmung geltenden Maßnahmen noch für eine geraume Weile begleiten werden. Bei der Ausrichtung von Veranstaltungen wird der HuWV sich konzeptionell darauf einstellen und entsprechend anpassen.

Gruß
und bleibt schön gesund,

Günther Wiehlmann für den HuWV

Absturz eines RAF Bombers in der Kirschhöfer Gemarkung

v.01.02
2.4.2021
Günther Wiehlmann
Heimat- und Wanderverein Kirschhofen e.V. (HuWV)

Berichten zufolge ist in der Nacht vom 24. zum 25. Februar 1944 ein Britischer Bomber in der Gemarkung Kirschhofen abgestürzt. Menschenleben waren dabei nicht zu beklagen.

Bei Recherchearbeiten zu Bombenangriffen auf Schweinfurt im 2. Weltkrieg ist Norbert Vollmann (NorbertVollmann@t-online.de) 2020 im Internet per Zufall auf meinen Namen gestoßen und hat mich um Details zu einem Absturz eines Bombenflugzeugs gebeten, der in Ortsnähe stattgefunden hat. Ich bin der Meinung, dass die von Herrn Vollmann zusammengetragenen Informationen Ortsansässige interessieren könnte und sie u.U. sogar Daten dazu beitragen können.

Absturzstelle des Flugzeugs

Unfallhergang

Am 24./25. Februar 1944 führten alliierte Kampfflugzeugverbände einen Dreifachangriff (Triple-Strike) auf Schweinfurt, einem Zentrum der Rüstungsindustrie durch. Am Nachmittag fing die US-Luftwaffe an. In der Nacht folgten innerhalb von zwei Stunden zwei weitere Angriffswellen des RAF Bomber Commands:
Das erste Mal gegen 23 Uhr und dann nochmals um 1 Uhr, als alles in Schweinfurt noch am Löschen, Bergen und Aufräumen war. Die in Kirschhofen abgestürzte HX269 war Teil der ersten Welle der Briten.

Details zu den Angriffen der RAF:
[Quelle: http://www.fredtrendle.de/images/pdf/Buchauszug-Februar-1944-Nacht.pdf
© 2020 Fred Trendle https://www.FredTrendle.de%5D

554 Lancaster, 169 Halifax und 11 Mosquitos, zusammen 734 Kampfflugzeuge, bombardieren die Stadt Schweinfurt in Bayern. Zum ersten Mal wendet „Bomber Command“ eine neue Taktik an:
392 Flugzeuge starten in einer ersten Angriffswelle, die zweite Welle mit 342 Bombern greift 2 Stunden später an. Beide Angriffsformationen zusammen verlieren 33 Flugzeuge.

Details zum in Kirschhofen abgestürzten Flugzeug
433. Sqn. (RCAF) / Handley Page Halifax Mk. III / # HX269 / Operation Schweinfurt / [wurde] im Raum Frankfurt von Scheinwerfern (Scheinwerfer-Regt. 119) erfasst – Beschuss durch Flakgruppe Frankfurt / Absturz nahe Kirschhofen, südwestlich Weilburg (Hessen) – Deutschland /
[Kommandant] Flight Sergeant Fielding / 7 Fallschirmabsprung – KG

[Quelle: Norbert Vollmann]
Die HX269 war Teil der 433 (B) Squadron, Royal Canadian Airforce in Skipton-on-Swale, Yorkshire, Nordengland. Das Flugzeugkennzeichen war „BM*J”. Diese Maschine kam vom Angriff auf Schweinfurt am 24./ 25. Februar 1945 nicht zu ihrer Basis zurück. Die gesamte Mannschaft kam in Kriegsgefangenschaft.

[Quelle: Norbert Vollmann; aus kanadischen Quellen zusammengetragen]
Es muss chaotisch an Bord zugegangen sein. Aus nicht näher genannten Gründen war die Crew viel zu spät nach Schweinfurt unterwegs und tuckerte als Einzelflieger umher. Deshalb entschied man noch vor Schweinfurt, die Bomben einfach irgendwo abzuwerfen und „versuchte“ den heimwärts fliegenden Bomberstrom zu finden, um in dessen Schutz nach England zurückzukehren.

Nachdem man wohl um den Kurs gestritten hatte, setzte man Kurs Frankfurt am Main, das man erst dann fand, als man angeblich von einer Suchscheinwerferbatterie erfasst worden sein soll und der man nicht mehr entkam.

Der Pilot ging in den Sturzflug und fing den Bomber wieder ab, wurde aber nach seiner Aussage weiterhin angestrahlt. Nun schoss die Flak auf den Bomber. Das zweite Abtauchen soll der Halifax-Bomber mit Steuerungsausfall quittiert haben. Der Pilot konnte sie angeblich nicht mehr hochziehen oder halten, also gab er den Befehl zum Ausstieg. Seitens der Besatzung war es unklar, ob die Beschädigung durch den Flakbeschuss herrührte, man stieg einfach aus … irgendwo im Großraum Frankfurt.
Die Uhrzeit soll 21.25 Uhr gewesen sein, wobei die Maschine definitiv um 18.23 Uhr in England gestartet ist.

Es soll aber auch eine ungefähre Zeit von 23.25 Uhr irgendwo vermerkt sein.

Dann heißt es wieder (aus kanadischer Quelle), dass die HX269 um 23.03 Uhr von der Flak „Kirschhofen“ als beschossen und zum Absturz gebracht beansprucht wird.

Der Pilot sagt, er sei in Frankfurt festgenommen worden, ein anderes Besatzungsmitglied sagt, er sein in Wilhelmsberg oder Wilhelmsburg gefasst worden und ein dritter spricht von Limberg. Limberg könnte Limburg an der Lahn sein, Wilhelmsberg eventuell Weilburg oder Wilhelmsdorf

Demnach müsste die Maschine irgendwo nördlich von Frankfurt abgestürzt sein.

Offiziell heißt es:
[“Outbound at 20,000 feet near Frankfurt, became „coned“ by searchlights. Control was lost whilst taking severe evasive action. Crash-site not established.” Unten in freier Übersetzung:]

„Aus der Nähe von Frankfurt in 6100m Höhe abfliegend wurde das Flugzeug im Flak-Scheinwerferkegel gefangen. Bei schweren Ausweichmaßnahmen ging die Kontrolle über das Flugzeug verloren. Die Absturzstelle wurde nicht beschrieben”.

[Quelle: Jörg Helbig an NorbertVollmann@t-online.de]
Eine ganz vertrackte Geschichte, die einzelnen Besatzungsmitglieder schienen untereinander zerstritten zu sein. Bei ihren Aussagen gab es keinerlei Übereinstimmung zu den Sachverhalten [soweit Jörg Helbig sich erinnert].

Angaben zu den Orten, in denen einige der Besatzungsmitglieder gefasst wurden, hat Jörg Helbig von seiner Quelle [Richard] nicht bekommen. Den gesamten Umfang der Kriegsgefangenenprotokolle (POW Reports) hat er mir nicht durchgegeben.

Wie man sieht und soweit das drinsteht gab er nur an: „Flak Frankfurt/Main“ und „crashed in the vicinity of Frankfurt“, also gibt es keine expliziten Ortsangaben.

Die Angabe „Flak Kirschhofen“ ist nicht von Koval [vermutlich ein Autor von Drittliteratur], die fand sich auf der mir von Winfried Bock zugestellten Abschussliste des OKW/OKL [Oberkommando der Wehrmacht/ ~ der Luftwaffe]für diese Nacht. Die hierin benannten Flakabteilungen sind eindeutig Frankfurter Herkunft. Die kenne ich von anderen Raids [Überraschungsangriffen] her. Dazu kommt, dass es nur einen Flakclaim –Kirschhofen- gibt, der zu einem Absturz im Raum Frankfurt passt.

Also würde ich sagen, der Ort des Aufschlages ist bei Kirschhofen zu suchen, dort wurde sie „abgeschossen“. Wie weit die Halifax dann noch kam, ist unklar. Man bedenke dabei, alle Besatzungsmitglieder sprangen zwar ab, aber die Steuerung funktionierte nicht mehr –blockiert-, so dass theoretisch eine stabile Fluglage nur begrenzt hergestellt werden konnte. Und das auch nur solange, bis alle ausgestiegen waren. Dann ist die Maschine abgekippt und danach aufgeschlagen. Da sie „leer“ war, wird sie auch kaum einen Eindruck bei der ortsansässigen Bevölkerung hinterlassen haben. Detailinformation über solche Maschinen geht zumeist verloren.

Allerdings wurden Teile des Flugzeugs von der kirschhöfer Bevölkerung verwendet, um die in der Kriegs- und Nachkriegszeit herrschende Materialknappheit zu bekämpfen. So wurde ein Wrackteil als Boot verwendet und Teile der Flugzeugreifen als Schuhsohlen genutzt.

Besatzung

Halifax HX269  BM-M of 433 Squadron

F/S G. F. FieldingRCAF[8]PoWGefangen in Frankfurt/ Main
Sgt J. Cowen PoW 
Sgt J. J. MulvaneyRCAFPoW 
P/O I. S. J. B. ThomasRCAFPoW 
Sgt H. Whitt PoWGefangen in Limburg
Sgt J. D. McAnultyRCAFPoWGefangen in Wilhelmsburg
Sgt E. J. Wood PoW 
Crewliste

RCAF=Royal Canadian Air Force
Limburg wurde als Limberg dokumentiert

Flugzeug und technische Daten

Halifax III HX269

Halifax III HX269
Technische Daten

© Heimat© Heimat- und Wanderverein Kirschhofen e.V. 2021
Günther Wiehlmann am 2.4.2021


Café Kirschhofen 2019/2020+

Veranstaltungskonzept

v.01.07 2021
Günther Wiehlmann
© DVK Günther Wiehlmann 13.3.2021

Erarbeitet und erprobt von
Margit Pfeffer (HuWV)
Petra Wiehlmann (HuWV)
Günther Wiehlmann (DVK + HuWV)

Terminwahl

Als Veranstaltungstag für das „Café Kirschhofen“ wurde die Mitte der Woche gewählt. Die Teilnehmer sind in der Regel im Rentenalter, haben häufig am Wochenende eigene Familientermine und oftmals in der Woche Zeit für derartige Veranstaltungen.

Bei der Terminplanung wird das alle zwei Wochen stattfindenden Treffen der Ev. Frauenhilfe Kirschhofen berücksichtigt, um nicht in unbeabsichtigte Konkurrenz zu treten. Das Veranstaltungs- und Freizeitangebot für die älteren Bürger in unserem Stadtteil soll durch das „Café Kirschhofen“ erweitert werden.

Ziel der Veranstaltung

Ursprünge

In der Kirschhöfer Ortsbeiratssitzung vom 31.3.2017 wurde festgestellt, dass im Stadtteil die Vereinsamung älterer Mitbewohner beobachtet werden kann. Zudem sind einige Mitbürger finanziell recht schlecht gestellt und können sich die Teilnahme an manchen Treffen nicht leisten. Man kam überein, dass man im Stadtteil dagegen vorgehen muss. Um diesem entgegenzuwirken sollte ein Treffen initiiert werden.

Zielgruppe

Initial wurde als einzuladender Personenkreis die Gruppe der über 60-jährigen festgelegt. Mittlerweile ist das Organisationsteam zu der Auffassung gekommen, dass der Besuch der Veranstaltung auch für Kirschhöfer Neubürger nützlich sein kann, um Kirschhöfer näher kennenzulernen und sich mit bereits länger Ortsansässigen zu vernetzen.

Zielgruppe sind alle Bürger des Stadtteils Weilburg-Kirschhofen, unabhängig von Alter, Konfession, Nationalität und Weltanschauung.

Es wird davon ausgegangen, dass viele der Teilnehmer weder an Ortsbeiratssitzungen teilnehmen oder noch fest in Ortsvereine integriert sind.

Die Teilnahme an der Veranstaltung darf nicht vom verfügbaren Einkommen abhängig sein, daher ist die Teilnahme kostenlos.

Name der Veranstaltung

Auf die Verwendung des Begriffs „Seniorenkaffee“ wird verzichtet, da viele Mitbürger nicht als Senior bezeichnet werden wollen. Noch während der OBR-Sitzung einigte man sich auf den neutralen Veranstaltungsnamen „Café Kirschhofen“, der auch jüngere Mitbürger ansprechen kann.

Ziele der Veranstaltung 

Ein Veranstaltungsziel ist es, die Zielgruppe allgemein und über Ortsbelange zu informieren, eine Infobörse zu veranstalten, Gespräche untereinander zu fördern.

Hauptzweck der Veranstaltung ist die Kommunikationsförderung untereinander. Um dieses zu unterstützen wird im „Café Kirschhofen“ wird kein Rahmenprogramm geboten.

Grundsätzlich soll das „Café Kirschhofen“ das Freizeitangebot in Weilburg-Kirschhofen erweitern und nicht in Konkurrenz zu anderen Stadtteil-Veranstaltungen treten.

Anwesend ist meist ein Vertreter des Kirschhöfer Ortsbeirates, der kurz über Neuigkeiten informiert und von den Teilnehmern vorgebrachte Probleme und Anregungen aufnimmt und gegebenenfalls an die richtigen Stellen wie zum Beispiel örtliche Vereine, den Ortsbeirat und die Stadtverwaltung weiterleitet.

Gäste, wie zum Beispiel Vertreter aus Stadtverwaltung, Kirchengemeinden und Bürger anderer Weilburger Stadtsteile sind im „Café Kirschhofen“ jederzeit willkommen.

Rahmenbedingungen

Räumlichkeiten

Als Veranstaltungsraum wurde der Vorraum/ Vereinsraum des DGH Weilburg-Kirschhofen gewählt, weil er zentral im Ort liegt und für Bewohner des Ober- und Unterdorfs gleichermaßen gut erreichbar ist.

Der Raum bietet Platz für maximal  50 Teilnehmer. Stattet man den Raum mit 6 quadratischen Tischen mit je 6 Stühlen aus, fördert das Unterhaltungen am Tisch und zwischen den Tischen. Aufgrund der Tischdekoration wirkt der Raum sogar gemütlich. Bei jedem bislang organisierten Treffen wurden 30 bis 45 Teilnehmer gezählt.

Einige der Teilnehmer sind leicht gehbehindert, nutzen einen Rollator und können die recht lange Treppe am Haupteingang nicht nutzen. Daher verwenden sie alternativ den mittlerweile gut beleuchteten Hintereingang des DGH.

Aus den Reihen der körperlich eingeschränkten Teilnehmer wurde die Bitte geäußert, im DGH eine behindertengerechte Toilette zu schaffen. Dieser Wunsch wird vom DVK unterstützt.

Ausstattung des Raumes

Es werden zu jedem Treffen Tische für Kaffee und Kuchen eingedeckt und der Jahreszeit entsprechend ansprechend dekoriert.

Kaffee, Kuchen und Mineralwasser sind für alle Teilnehmer kostenlos, denn die Veranstaltung soll auch Senioren mit niedrigem Einkommen eine Teilnahme ermöglichen.

Es existiert allerdings ein Sparschwein, in das jeder, der mag einen kleinen Obolus entrichten kann.

Getränke und Kuchen werden gespendet bzw. aus dem Sparschweininhalt finanziert. Die Blumendekoration wird nach dem Treffen an die Kuchenbäckerinnen als kleines Dankeschön verteilt und wird von diesen erfreut angenommen.

Veranstaltungshäufigkeit

Während des ersten Treffens am 20.2.2019 wurde von den Teilnehmern gebeten, dieses Beisammensein monatlich zu wiederholen. Dieses wurde durch Abstimmung per Handzeichen bestätigt.

In den hessischen Schulsommerferien findet das „Café Kirschhofen“ nicht statt.

Die erste Veranstaltung wurde vom Ortsbeirat Kirschhofen organisiert und fand am 23.4.2017 im Saal des DGH mit einem umfangreichen Programm statt. Sie war für die Teilnehmer kostenlos. Es gab gespendeten Kaffee und Kuchen.

Die Folgeveranstaltungen finden im Vorraum/ Vereinsraum des DGH statt. Konzeptgemäß gibt es kein festes Rahmenprogramm. Die Teilnahme ist kostenlos.
Es gibt gespendeten Kaffee und Kuchen. Es entstehen keine zusätzlichen Organisationskosten. Die Bedienung erfolgt durch Freiwillige (ohne Entlohnung).

Die Folgeveranstaltungen finden im Vorraum/ Vereinsraum des DGH statt. Konzeptgemäß gibt es kein festes Rahmenprogramm. Die Teilnahme ist kostenlos.
Es gibt gespendeten Kaffee und Kuchen. Es entstehen keine zusätzlichen Organisationskosten. Die Bedienung erfolgt durch Freiwillige (ohne Entlohnung).

Am 20.2.2019 fand die nächste Veranstaltung mit geändertem Konzept (siehe oben) statt. Sie wurde vom Ortsbeirat, dem DVK und dem HuWV ausgerichtet.

Die Veranstaltungen 3, 4, 5 fanden am 20.3.2019, 15.5.2019, 12.6.2019 statt und wurden von DVK und HuWV ausgerichtet. Es folgte die Sommerpause.

Das 6. und 7. Café Kirschhofen wurde am 13.8.2019 und 11.9.2019 mit wie gewohnt ca. 30 Teilnehmern veranstaltet. Aufgrund des Seniorennachmittags und der 50 Jahrfeier des DGH fielen die Veranstaltungen im September und Oktober 2019 aus.

Mit dem 8. und 9. Café Kirschhofen am 6.11.2019 und 4.12.2019 wurde die Reihe wieder aufgenommen.

Im Jahr 2020 wurden viele der geplanten Café Kirschhofen Veranstaltungen durch Corona-Schutzmaßnahmen verhindert. Trotzdem fanden folgende Veranstaltungen mit großem Teilnehmerzuspruch statt:

15.1.2020: 10. Café Kirschhofen
12.2.2020: 11. Café Kirschhofen
11.3.2020: 12. Café Kirschhofen
Danach wurde der Veranstaltungsort, das DGH vom 16.3.2020 bis zum 31.8.2020 für Veranstaltungen geschlossen. Die nachfolgend geplanten Veranstaltungen wurden abgesagt, weil der Teilnehmerstamm der Corona-Risikogruppe zuzurechnen ist.

Helfer und Organisation

Bei der Neuauflage des „Café Kirschhofen“ wurde ursprünglich ein Kernteam bestehend aus Margit Pfeffer, Ellen Brack und Simone Kramer geplant, der Ortsbeirat wollte beim Auf- und Abbau unterstützen.

Vor der ersten Realisierung ergaben sich einige personelle Änderungen:

  • Mittlerweile gibt es eine Gruppe von hier namentlich nicht genannten Kirschhöferinnen, die regelmäßig für die Veranstaltungen unentgeltlich Kuchen backen.
  • Für den Auf- und Abbau der Cafés, des Kuchenbuffets, das Kaffeekochen und die Bedienung sorgen Margit Pfeffer und Petra Wiehlmann vom Heimat- und Wanderverein. Günther Wiehlmann (DVK, HuWVerein, Ortsbeirat) organisiert das Treffen (Plakatanschläge, Möbelauf- und -abbau, Raumreservierung, Auf- und Zuschließen der Räumlichkeiten, Presseinformation).
  • Einige der Teilnehmer*innen helfen dem Organisationsteam tatkräftig beim Aufräumen/ Rückbau des Veranstaltungsraumes.

In der Anfangsphase stellte eine Kirschhöferin dem „Café Kirschhofen“ dankenswerterweise bis August 2019 regelmäßig eine für 40 Portionen geeignete professionelle Kaffeemaschine unentgeltlich zur Verfügung. Die im DGH vorhandenen sehr großen Kaffeemaschinen sind für eine Veranstaltung dieser Größe überdimensioniert und bei Einsatz zu unflexibel (Durchlaufzeit bis zu 50min).

Seit September 2019 verfügt der DVK über eine Gastronomiefilterkaffeemaschine, die dem DVK vom TuS Kirschhofen unentgeltlich überlassen wurde.

Ohne die freiwillige Mithilfe einiger Stadtteilbewohner (Kuchen backen und spenden, Geschirr abräumen und abwaschen) wäre es nicht möglich, dieses Treffen mit vertretbarem Aufwand zu veranstalten. Diese fleißigen Helfer sind die Seele der Veranstaltung und tragen diese letztlich.

Frau Rosenkranz vom Bürgermeisterbüro der Stadt Weilburg wird bei Neuerscheinen des Seniorenblattes Günther Wiehlmann telefonisch informieren und 10 Exemplare zum Verteilen im „Café Kirschhofen“ bereitstellen. Die Exemplare wurden zunächst im Versammlungsraum ausgelegt, das Angebot von den Teilnehmern gern angenommen. Seit Januar 2020 stecken die Zeitschriften in einem Zeitschriftenspender, der im Foyer aufgehängt ist.

Sponsoring durch die Stadt Weilburg

Die Stadt Weilburg hat dankenswerterweise am Montag, dem 17. Juni 2019 der Bitte der Organisatoren um Sponsoring des „Café Kirschhofen“ entsprochen. Folgende Bitte des Organisationsteams überreicht an Frau Ermert ging dem voran: 

Herzliche Bitte des Organisatorenteams an die Stadt Weilburg um Erlassung der Mietgebühren

Grundsätzlich veranschlagt die „Gebührenordnung für die Benutzung der Bürgerhäuser der Stadt Weilburg“ vom 20.6.2011 folgende Kostensätze:
§5: Veranstaltungen der örtlichen Vereine mit überwiegend kulturellem Charakter
Tagespreis von 85 €/ 24h + 25 € Küchennutzung + Energiekosten
oder
§8: Nutzung von Teilbereichen (inkl. Energiekosten) + §9: Nutzung der Küche
Tagespreis von 85 €/ 24h + 25 €

Die Veranstaltung richtet sich an alle Bürger, ist also keine vereinsinterne Veranstaltung. Es gibt für die Bürger keinerlei Teilnahmebedingungen.
Als Veranstalter tritt der gemeinnützige Verein DVK auf, um für die Stadt einen Ansprechpartner für die Raumnutzung zu benennen. Mit der Veranstaltung wird kein Ertrag erzielt, gespendete Beträge fließen direkt wieder in die Veranstaltung.
Das „Café Kirschhofen“ nutzt den Vereinsraum für ca. 3h (15-18 Uhr), für Auf- und Abbau wird 2h veranschlagt. Es wird Kaffeegeschirr, eine private, der DGH Geschirrspüler und der DGH Heißwasserboiler genutzt.
Das Erheben von Eintrittspreisen zum Zwecke der Bezahlung der Raummiete würde nach Ansicht der Veranstalter das Aus für den Bürgertreff „Café Kirschhofen“ bedeuten, da einige der Teilnehmer nur über ein sehr geringes Einkommen verfügen und sich den Besuch von Cafés aus wirtschaftlichen Erwägungen nicht leisten können. Gerade diese Mitbürger sind aber die Kernzielgruppe der Veranstaltung.
Aus diesem Grunde bitten wir die Stadt Weilburg um ein entsprechendes Sponsoring durch Erlassen des Mietpreises. 

Bekanntmachungen für die Veranstaltung

Das Organisationsteam geht davon aus, dass aufgrund der Altersstruktur der Teilnehmer nur wenige das Internet nutzen. Um die Veranstaltungstermine „Café Kirschhofen“ allen bekannt zu machen werden folgende Kommunikationskanäle genutzt:

Es wird angenommen, die potentiellen Teilnehmer lesen das „Weilburger Tageblatt“, beobachten die Schaukästen am Stadtweg (Schaukasten DVK und HuWVerein), schauen auf die Aushänge an den 3 örtlichen Pinwänden (zwei im Unterdorf, eine am Spielplatz), lesen Aushänge an der Glastür des DGH, die Aushänge im Schaukasten der Friedenskirche und sehen Aushänge der Kindertagesstätte.

Der DVK lässt ca. 3 Tage vor dem Veranstaltungstermin im Weilburger Tageblatt einen kurzen Zeitungsartikel/ Veranstaltungshinweis drucken.

Die Termine des „Café Kirschhofen“ werden auch zur Veröffentlichung im Seniorenblatt an die Stadt übermittelt.

Das Organisationsteam hat die Termine bis zum Ende des Jahres 2020 geplant (siehe Abschnitt Veranstaltungshäufigkeit). Die Termine für 2021 sind bereits geplant, wurden aber noch nicht veröffentlicht, weil zunächst einmal die Limitationen durch die Corona-Maßnahmen beobachtet werden sollen.

Aushangstellen und sonstige Kommunikationskanäle

Pinwand 1: UnterdorfA3 Plakat (plastifiziert)
Pinwand 2: UnterdorfA3 Plakat (plastifiziert)
Pinwand 3: Spielplatz OberdorfA3 Plakat (plastifiziert)
Schaukastenreihe Hohlstr: Kasten DVK+HuWVereinA3 Plakat
Schaukasten Dorfplatz: FriedenskircheA3 Plakat
Glastür DGHA3 Plakat
Glastür KindertagesstätteA3 Plakat
Internetkalender Kirschhofenhttp://www.kirschhofen.org
Seniorenblatt Stadt WeilburgTermine ab Sept 19 bis Sept 20 an Frau Olga Grib übermittelt
Sommer-/ Winterbroschüre Stadt Weilburg
Im „Café Kirschhofen“ verteilte Handzettel mit dem nächsten Termin in der jeweiligen Veranstaltung
Mundpropaganda

Bei der laufenden Planung zu berücksichtigen

Die Veröffentlichung in Veranstaltungsblättern setzt eine längerfristige Planung voraus (Beispiel: Seniorenblatt der Stadtverwaltung).

Zusätzlich werden/ wurden für den Planungszeitraum bis Ende 2020 folgende Termine berücksichtigt:

  • Das 14-tägig stattfindende Treffen der „Ev. Frauenhilfe“ in der Friedenskirche Kirschhofen

Schlußbemerkung

Das „Café Kirschhofen“ hat großen Anklang bei den Bewohnern des Stadtteils gefunden. Dieses freut die Organisatoren sehr, zeigt es doch, wie wichtig das Bereitstellen einer solchen Plattform für das Zustandekommen zwangloser Kontakte bei nettem Beisammensein für den Zusammenhalt in unserem Stadtteil ist.

Das Veranstalten des „Café Kirschhofen“ hat dem Organisationsteam aufgrund der positiven Reaktionen und Mithilfe der Teilnehmer sehr viel Spaß gemacht.

Der Kirschhöfer Kies

Ortsbeschreibungen

v.01.01 2021
Günther Wiehlmann
(c) 2021 Heimat- und Wanderverein Kirschhofen e.V. (HuWV)

In unmittelbarer Nähe des Sportplatzes liegt am linken Lahnufer der Kirschhöfer Kies, ein Uferbereich, der von Erholungssuchenden gern genutzt wird. Es ist ein schönes Fleckchen Erde, das von den Kirschhöfer Bürgern auch als Veranstaltungsort genutzt wird.

Kirschhöfer Kies, gesehen von der Odersbacher Seite

Im Hintergrund des Fotos sieht man den in der Kirschhöfer Gemarkung liegenden Scheurenberger Kopf, der Hausberg des Stadtteils Kirschhofen.

Da der Kies auf der Taunusseite der Lahn liegt ist er über den befestigten Leinpfad zu erreichen.

Im Sommer ist der Kies eine wirklich schöne Naturbadestelle, an der viele Kirschhöfer das Schwimmen gelernt haben. Das Ufer ist sehr steinig ist und man kann sich an Muschelschalen verletzen. Das Anziehen von Badeschuhen ist dringend empfohlen.

Badende am Kirschhöfer Kies (an einem Arbeitstag)

Auf der Kirschhöfer Seite gibt es derzeit keine betriebsbereite öffentliche Toilette. Die am Leinpfad in Kiesnähe aufgestellten Schilder verweisen auf eine Toilettenanlage an der Schleuse. Der Hinweis ist für Kanufahrer nützlich, die am Kies nicht anlegen dürfen und den Hinweis daher garnicht sehen können. Für Radfahrer und Wanderer sind die Toiletten nicht erreichbar, weil sie auf der rechte Lahnseite liegt.

So kommt es zum Leidwesen der Kirschhöfer häufig vor, dass sich die Besucher auf dem Sportplatzgelände erleichtern und die Sportler des TuS die Hinterlassenschaften beseitigen müssen, um ihren Platz in einem nutzbaren Zustand zu halten.

Da die Nutzer des Kirschhöfer Kies nur zu häufig ihren Müll hinterlassen, hat der Sportverein direkt am Kies eine Mülltonne aufgestellt.

Dieses Angebot wird von den Kiesnutzern gut angenommen. Seitdem liegt am Kies erheblich weniger Unrat herum und der Bereich sieht wieder ein wenig ordentlicher aus. Der Mülleimer wird regelmäßig von Freiwilligen des Sportvereins geleert.
Es stellt sich natürlich die Frage, warum man den eigenen Müll nicht selber nach Hause nimmt und das Entsorgen anderen überlässt. Aber selbst mit Mülltonne sieht es abends am Kies übel aus. Das Bild spricht Bände über das Verhalten der Mitbürger: Muss so etwas sein?

Müll“Entsorgung“ am Kies

Blickt man vom Kies flussaufwärts über die Lahn hinweg, so sieht man den unteren Teil des auf der rechten Lahnuferseite befindlichen Campingplatzes Odersbach, der auch über fest installierte Übernachtungsmöglichkeiten und ein Freibad verfügt.

Campingplatz Odersbach

Für Fernwanderer ohne Zelt bieten die „Weinfässer“ eine bequeme und unwettersichere Übernachtungsmöglichkeit. Odersbach und Kirschhofen sind durch eine Fußgängerbrücke miteinander verbunden, sodass der Platz zu Fuß von Kies und Leinpfad über eine recht steile feste Treppe leicht zu erreichen ist. Radler müssen nach Kirschhofen hineinfahren und erreichen am Friedhof die Brückenzufahrt.

Im Bereich Kirschhofen/ Odersbach kann man nur an der linken Lahnseite (Kirschhofen) auf dem Leinpfad direkt am Lahnufer entlanggehen. Auf der Odersbacher Seite der Brücke steht am Spielplatz ein Wanderwegweiser, der den Weg zum Lahnwanderweg zeigt, der oberhalb des Ortes hoch über der Lahn auf der Westerwaldseite verläuft.

Im Ortsbereich Kirschhofen verläuft der aus Weilburg vom Schiffstunnel kommende hessischen Radfernwanderweg R7 (Lahntalradweg) auf der linken Lahnseite. Er überquert die Einmündung der Weil, verläuft an Sportplatz, Brücke, Kirschhöfer Kies, Doppelwehr und Schleuse vorbei in Richtung Gräveneck und ist entsprechend gut ausgeschildert. Das Wasser- und Schifffahrtsamt erlaubt die Nutzung des traditionel als Dienstweges ausgelegten Leinpfads durch Fußgänger und Radfahrer. An Wochenenden wird der schmale Weg sehr zum Leidwesen von Erholung suchenden Spaziergängern und Wanderern von Radfahrern sehr stark genutzt.

Wenn man auf der linken Lahnseite lahnabwärts wandern möchte sollte man auf der Kirschhöfer Seite auf Teile der ausgeschilderten Wanderwege K1/ K2 ausweichen und hoch über der Lahn nahezu radfahrerfrei bis Gräveneck wandern. Auf diesem Weg kann man den einen oder anderen schönen Ausblicke in das Lahntal genießen und findet zwei Schutzhütten und viele Ruhebänke, einige sogar an Stellen mit spektakulärem Ausblick. Bänke und Hütten werden vom HuWV Kirschhofen gepflegt.

Einmal im Jahr veranstaltet die ev. luth. Kirchengemeinde Weilburg am Kirschhöfer Kies einen zumeist sehr gut besuchten Lahngottesdienst mit Taufe und anschließendem Grillfest auf dem Sportplatz von TuS Kirschhofen. Im Jahr 2021 ist die Veranstaltung für den 18. Juli geplant.

Lahntaufe

In unmittelbarer Nähe des Kirschhöfer Kies (ca. 150m entfernt) befindet sich auf dem Sportplatzgelände ein überdachter Grillplatz, der im Sommer für kleine und größere Feiern gut geeignet ist. Man kann den Platz und Zubehör wie Bänke, Tische usw. durch eine Anfrage beim Turn- und Sportverein 03 „Frisch auf“ Kirschhofen e.V. für kleines Geld reservieren.

Grillplatz auf dem Sportplatzgelände

Günther Wiehlmann
HuWVerein Kirschhofen

Weilburg Kirschhofen 26.2.2021

ANHANG: Internetadressen

Informationsseite
Stadtteil Weilburg-Kirschhofen
www.kirschhofen.org 
Lahntal Tourismus Verband e.V.www.daslahntal.de
Weilburger Wanderwege –
Kirschhofen K1 + K2
www.auf-dem-weg.eu/category/kirschhofen
Weilburg an der Lahn
Tourismus und Freizeit
www.weilburg.de/de/informationen
Camping Odersbachwww.camping-odersbach.de

Lahnnutzung in Weilburg Kirschhofen 2021

Auswirkungen des Lahntourismus und Handlungsaufforderung

v.02.03
Günther Wiehlmann
HuWV
© Günther Wiehlmann 13.3.2021



Inhalt

Stau vor dem Schiffstunnel Weilburg

Vorbemerkungen

Der Weilburger Stadtteil Kirschhofen ist seit Jahren durch das hohe Touristenaufkommen, insbesondere Bootswanderer und Radfahrer stark belastet. Die Wohn- und Freizeitqualität sinkt, der Naturraum „Lahn“ wird nachhaltig zerstört und die Sicherheit der Menschen ist gefährdet, weil Rettungsfahrzeuge behindert werden. Im Jahr 2020 hat sich die Situation weiter verschärft, weil viele Auswärtige als Ersatz für ihre normalen Sommerurlaubsziele das Lahntal zu einem Boots- oder Radfahrurlaub nutzen. Das resultiert in dichtem Radverkehr auf dem Leinpfad und vielen Bootsfahrern auf der Lahn. Besonders die Bootfahrer sind für einen hohen Geräuschpegel verantwortlich. Durch die intensive Nutzung des Leinpfads durch Radfahrer sind Spaziergänge an der Lahn nahezu unmöglich.

Die ortsansässige Bevölkerung ist mit der Situation zunehmend unzufrieden. Abhilfe ist dringend erforderlich.

Grundsätzlich gibt die Verordnung über das Landschaftsschutzgebiet „Auenverbund Lahn-Dill“ vom 06.12.1996 der Oberen Naturschutzbehörde, des Regierungspräsidiums Giessen ein detailliertes Regelwerk vor, wie das Lahntal zu nutzen ist. Würden diese Regeln besonders von Bootsurlaubern beachtet, wäre viel des hier gesagten gegenstandslos.

Im Spätsommer fand ein Ortstermin am Sportplatz statt, bei dem nach das Sportplatzgelände, das Lahnufer inklusive Kies und Leinpfad, mögliche Zugänge zum Jugendheim und das Jugendheim besichtigt wurden. Anwesend waren: BM Dr. Hanisch, Vertreter des TuS (Alex Spies, Herbert Losert, Ellen Brack) und des Ortsbeirats (Heiko Rabs, Axel Zibuschka, Günther Wiehlmann).

Bei dem Treffen wurde für den Herbst 2020 die Einladung aller Beteiligten geplant. Der Ortsbeirat Kirschhofen schlug vor, Vertreter folgender Stellen einzuladen:

Bürgermeister Dr. Hanisch
Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA)
Wasserschutzpolizei Weilburg (WaSchPo)
Lahntal Tourismus Verband e.V.
TuS Kirschhofen
HuWV Kirschhofen
Ortsbeirat Kirschhofen

Auf Vorschlag von Dr. Hanisch sollten zusätzlich Vertreter des Regierungspräsidiums und ein Marketingvertreter des Kreises zu dem Treffen eingeladen werden. Herr Dr. Hanisch wollte das Treffen organisieren.

Ein Termin steht noch aus (hatte im Sekretariat des BM ein paar Wochen später nachgefragt), weitere Planungen wurden vermutlich durch die vordringlichere Planung von Pandemieverhütungsaktionen verhindert.

Situationsbeschreibung

„Wälder, Täler und ein lieblicher Fluss – eine Ferienlandschaft, wie sie schöner und vielfältiger kaum sein könnte. Mittendrin in Deutschland und von überall bequem zu erreichen.“
„Das verführerische […]ist die unverfälschte Lieblichkeit eines friedlichen Tales, deren Ufer und Landschaften Ruhe und Beschaulichkeit ausstrahlen und die Atmosphäre einer ländlichen Sommerfrische vermitteln.“ „[Der Touristenstrom] gefährdet die Landschaft und den Fluss und hat dazu geführt, dass über ökologisch vertretbaren Tourismus intensiv nachgedacht und auch Initiativen ergriffen wurden, um diese Beschaulichkeit zu erhalten.“[1] 

Der Weilburger Stadtteil Kirschhofen liegt an der Lahn, das linke Flussufer ist im Ortsbereich überall über den Leinpfad direkt zugänglich ist. In anderen Stadtteilen Weilburgs ist der Zugriff auf die Lahn durch die Öffentlichkeit oft nicht möglich, weil Privatgrundstücke bis an das Ufer reichen und eingezäunt sind (Beispiel: Odersbach). Das Kirschhöfer Unterdorf wird von Lahn und Leinpfad gesäumt, nirgendwo sonst in Weilburg werden die Tourismusströme so direkt und ungehindert durch eine Ortschaft geschleust.

Die oben zitierte landschaftliche Schönheit des Lahntals erweist sich in der warmen Jahreszeit als Fluch für die Kirschhöfer Anwohner, da steigende Tourismuszahlen in den Bereichen Kanufahren und Radwandern und der damit einher gehende Trubel auf dem Leinpfad und die von den Kanuten produzierte Geräuschkulisse für den Leinpfad nutzende Wanderer, Spaziergänger, Angler und die Flussanlieger belästigend sind. Nach wie vor wird der Kirschhöfer Kies als Flussbadestelle hauptsächlich von der Lokalbevölkerung stark genutzt.

In der Sommerzeit wurde das Flusstal schon immer stark frequentiert, die Covid-19 Reiseeinschränkungen haben den touristischen Druck auf den Ort erhöht: unzähliger Radfahrer nutzen den Leinpfad, viele Kanufahrer den Fluss. Aufgrund der hohen Besucherzahl geht das schöne Naturerlebnis für Spaziergänger, Boot- und Radfahrer allmählich verloren.

In diesem Jahr haben viele Bewohner aus Kirschhofen erklärt, dass sie sich durch einige Verhaltensweisen von rücksichtslosen Lahntouristen extrem belästigt fühlen und um sofortige Abhilfe bitten.

Wander- und Radtourismus

Der Leinpfad ist Teil der Bundeswasserstrasse Lahn und wurde als solcher vom Wasser- und Schifffahrtsamt Koblenz wie folgt beschildert:

Betriebsgelände der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes
Benutzen strompolizeilich verboten
Frei für Fußgänger und Radfahrer auf eigene Gefahr

Die den Pfad nutzenden Spaziergänger stammen in der Regel aus den umliegenden Ortschaften, die Radfahrer nutzen ihn für längere Fahrradfahrten entlang der Lahn. Wanderer auf der Taunusseite folgen bereits heute meistens den weit oberhalb der Lahn verlaufenden Wanderwegen, um dem Radverkehr und Trubel am Fluss auszuweichen. 

Der Leinpfad verläuft im Ortsgebiet von Weilburg entlang der linken Lahnseite als asphaltierter an Engstellen nur 1,20m breiter Weg. Das Passieren von Radlern untereinander und Fußgängern birgt aufgrund der beengten Verhältnisse auf dem Pfad einige Unfallgefahr[2].

Die Gefährdung erhöht sich, wenn Fahrradanhänger für Kinder/ Hunde mitgeführt oder Liegeräder genutzt werden, die eine größere Breite des Weges beanspruchen. Zudem sind heute viele der Fahrräder mit Elektromotoren ausgerüstet, mit denen sich mühelos die Geschwindigkeit 25km/h erreichen und über lange Strecken halten lassen, was die Auswirkungen möglicher Unfälle potentiell erhöht.

Anmerkung:         Nach den Verwaltungsvorschriften muss ein als solcher ausgeschilderter gemeinsamer Geh- und Radweg mit Benutzungspflicht dagegen einschließlich der Sicherheitsräume (nach RASt zusammen 1,20 m) innerorts mindestens insgesamt 2,50 m breit sein (VwV II). Der Leinpfad ist allerdings nicht als gemeinsamer Geh- und Radweg ausgewiesen. Vielmehr ist die Benutzung des Leinpfads verboten, für Fußgänger und Radfahrer ist die Nutzung gestattet. https://www.geh-recht.de/gemeinsame-Geh-und-Radwege#Regelung

Aufgrund der Nutzungsgenehmigung des Bundes (siehe oben) ist der Leinpfad allerdings kein gemeinsamer Geh- und Radweg, er ist ein Betriebsweg des Bundes, die Nutzung durch Radfahrer und Fußgänger wird lediglich toleriert.

Der Leinpfad wird durch das Land Hessen als Bestandteil des “Hessischer Radfernweg R7[3]“ ausgewiesen. Das mag einige Radfahrer zu der irrigen Auffassung zu verleiten, Exklusivrechte für die Nutzung des Weges zu haben. Der Begriff „Fernweg“ suggeriert bei ihnen vermutlich außerdem „hohes Tempo“.

Spaziergänger als die schwächeren Verkehrsteilnehmer verzichten in den Sommermonaten an Wochenenden zumeist darauf, den Leinpfad zu Radfahrspitzenzeiten zu betreten.

Bootstourismus

Aufgrund der gemächlichen Fließgeschwindigkeit ist die Lahn auch für Anfänger ein idealer Ort zum Fahren mit kleinen Booten wie Kajaks, Kanus, Schlauchbooten. Die Schleusen mit Selbstbedienung bieten den Bootsfahrern einen zusätzlichen Spaßfaktor.

Die Kunden der Bootsvermieter lassen ihre Boote an verschiedenen definierten Stellen entlang der Lahn ein und fahren zu den definierten Abgabestellen. Die Bootsvermieter bieten den Bootsfahrern in der Regel kaum Infrastruktur wie zum Beispiel öffentliche Toiletten, Rastplätze, Campingplätze, Badestellen usw. an.

In letzter Zeit sind zu den Bootsfahrern Stand-Up-Paddler hinzugekommen, die ihre Sportgeräte an beliebigen Stellen am Fluss einlassen, so auch am Kirschhöfer Kies.

Der Kirschhöfer Kies ist zu einem Ort verkommen, an dem den Tag über eine große Anzahl Kleinboote anlanden.

Moderate Nutzung des Kirschhöfer Kies im Sommer

Der Magistrat der Stadt Weilburg hat am Kies Schilder mit folgendem Wortlaut aufgestellt:

LANDSCHAFTSSCHUTZGEBIET
Das Lagern, Zelten und offenes Feuer ist verboten.
Nächste Toilettenanlage Schleuseninsel Kirschhofen 900 m lahnabwärts

Diese Schilder werden kaum beachtet. Zumindest das Lagern am Kies ist zu gängiger Praxis geworden. Badende, Boot- und Radfahrer versorgen sich in der Regel selbst mit Getränken und Essen. Viele hinterlassen ihren Unrat in der Landschaft. zu dem Text auf dem Schild muß man erwähnen, dass die Toiletten auf der Schleusenanlage für Radler und Fußgänger unerreichbar sind.

Das Unterdorf und die Sportplatzumgebung werden regelmäßig von Fahrzeugen zugeparkt. In der Nähe des Sportplatzes gibt es ein Sperrschild, das nur Anliegern die Durchfahrt erlaubt. Wer die Straße nutzt oder dort ohne triftigen Grund parkt, also eben nicht mit den Anliegern in einer Beziehung steht, der begeht eine Ordnungswidrigkeit und kann mit einem Bußgeld rechnen. Aber natürlich nur, wenn es kontrolliert wird.

Am Ufer der Lahn befinden sich Bereiche, die sich zum Rasten eignen, aber über keinerlei Infrastruktureinrichtungen wie Toiletten und Mülleimer verfügen.

Im Bereich Weilburg sind Toilettengänge für Boot- und Radfahrer problematisch, da vereinzelt für Bootfahrer an Schleusen aufgestellte Mobiltoiletten in brütender Sommerhitze unhygienisch scheinen. Für die Radfahrer und Spaziergänger ist die genannte Toilette unerreichbar, weil sie sich auf der anderen Lahnseite befindet.

Daher verrichten manche der Touristen ihre Notdurft in der freien Natur oder auf dem Sportplatz Kirschhofen.

Auf dem Kirschhöfer Kies türmen sich nach einem Wochenende die Müllberge und der Unrat, der derzeit aus Gründen des Selbstschutzes von ehrenamtlichen Mitgliedern des Kirschhöfer Sportvereins eingesammelt wird.

Das viel beschworene Naturerlebnis für Spaziergänger, Rad- und Bootfahrer tendiert gegen null, weil an der Lahn einfach zu viel los ist. Auf der Lahn sieht man zu Stoßzeiten kaum noch Seerosen, Wasser- und andere Wildvögel.

Durch das oftmals hemmungslose Gejohle einiger angeheiterter Bootfahrer fühlen sich Anwohner belästigt. Die Kanuten lassen außer Acht, dass das von ihnen gemachte Getöse im engen Flusstal für alle Anwohner zu hören ist. Eine Nachverfolgung wäre bei den meisten Bootfahrern durch Notieren und Melden der Bootsregistriernummern oder des Bootsnamens an die Wasserschutzpolizei möglich. Manche der Privatboote verfügen allerdings nicht über ein solches vorgeschriebenes eindeutiges Identifikationskennzeichen.

Anmerkung:         Auf Bundeswasserstraßen gilt § 2.02 der Binnenschiffahrtsstraßenordnung (BinSchStrO), wonach muskelkraftbetriebene Boote (Kleinfahrzeuge) zwar nicht amtlich zu registrieren, aber dennoch mit mindestens 10 cm großen lateinischen Buchstaben zu benennen sind. Eine darüber hinausgehende Kennzeichnungspflicht für auf Bundeswasserstraßen muskelbetriebene Fahrzeuge gibt es nicht. Die Boote der Verleiher sind in der Regel mit Kennzeichen des WSA Koblenz versehen.

Badetourismus

Am Kirschhöfer Kies kann man in der Lahn baden. Das nutzen viele Einheimische und Touristen.

Die Schilder des Magistrats der Stadt Weilburg gelten auch für die Nutzer des Kirschhöfer Kies.

LANDSCHAFTSSCHUTZGEBIET
Das Lagern, Zelten und offenes Feuer ist verboten.
Nächste Toilettenanlage Schleuseninsel Kirschhofen 900 m lahnabwärts

Der öffentliche Parkraum am Sportplatz ist sehr begrenzt, der kleine Parkplatz in der Nähe des Kies ist an Wochenenden in der Regel vollständig überlastet. Die Badetouristen parken deshalb auch im engen Unterdorf und verstellen häufig die Zufahrt für Rettungsdienste.

Befahren des Leinpfades mit motorgetriebenen Fahrzeugen

Der Angelverein hat seinen Mitgliedern das Befahren des Leinpfads mit Kraftfahrzeugen untersagt.[4] 

Besitzer/ Pächter der Gartengrundstücke in direkter Flussnähe befahren den Leinpfad ebenfalls. Wer für das Befahren des Leinpfads eine Genehmigung erteilen kann, um Grundstückbesitzern die Anlieferung schwerer Materialien per Kfz zu ermöglichen, konnte nicht eindeutig geklärt werden. Da das WSA der Besitzer des Leinpfades ist kann man vermuten, dass man dort eine solche Genehmigung bekommt. Zuweilen kann man am Leinpfad parkende Fahrzeuge beobachten.

Auf dem Leinpfad fahren außerdem gelegentlich kennzeichenpflichtige eBikes, Mofas und Mopeds, denen die Nutzung des Pfades untersagt ist. 

Auflistung der Tourismus-Infrastruktur rund um Weilburg

Im Nahbereich Weilburg gibt es in Lahnnähe nur wenige Ein- und Ausstiegsstellen, Rastplätze und WCs:

Fluss kmFluss-seiteOrtEin- u. Ausstiegs-stelleRastplatzWCFür R7 Nutzer erreichbar
36,1RechtsLöhnberg
Bahnhof
JaJaNeinNein
38,0LinksAhausenJaNeinNein
39,5RechtsWeilburg SchwimmbadJaNeinJaNein
 RechtsJugendcampingplatzNeinJaJaNein
44,3RechtsOdersbach CampingplatzJaNeinJaNein
45,3RechtsKirschhofen SchleuseJaNeinJa[5]Nein
48,5LinksGräveneck CampingplatzJaJaJaJa
Auszug aus der Verordnung des RP Giessen: Genehmigte Lande- und Rastplätze für Lahnnutzer

Handlungsaufforderung

Sich auf den Standpunkt zu stellen, die Paddelsaison beginnt im April und endet im September, die Badesaison beschränkt sich auf die Zeit des Hochsommers, die andere Hälfe des Jahres ist wieder ruhiger und Spaziergänger und Angler können den Fluss wieder genießen, löst das Problem der Anlieger nicht, die gerade im Sommer in Ruhe in ihren Gärten sitzen wollen.

Faktisch herrscht an den Wochenenden im Hochsommer und zu der Schulferienzeit Chaos auf und an der Lahn. An aufgestellten Hinweis-, Ver- und Gebotsschildern mangelt es nicht, allerdings werden sie von den meisten nicht beachtet und verschandeln eigentlich nur die Landschaft.  

Mögliche Gegenmaßnahmen wären:

  • Limitation der Anzahl von gleichzeitig auf die Flussreise geschickten Mietbooten
    Kontrolle des Tragens von Schutzmasken
    Dem Anschein nach gibt es derzeit keine Mengenlimitationen bei der Zulassung von Privat- und Mietbooten, die auf der Lahn fahren dürfen (Bundeswasserstraße). Durch die sich natürlich ergebenden erforderlichen Schleusungen werden die flussabwärts fahrenden Boote in Pulks verdichtet auf die Reise geschickt.
    Das Tragen von Corona-Schutzmasken in den Schleusen ist nur in Ausnahmefällen zu beobachten.
  • Schaffung von touristengerechter Infrastruktur am Fluss
    Im Stadtgebiet Weilburg muss in Flussnähe dringend in Lahntourismus-Infrastruktur wie sichere Anlegestellen, Rastplätze, Toiletten, Proviantstellen für Bootfahrer, Badende, Fahrradfahrer, Wanderer investiert werden.
    Die vorhandene Infrastruktur sollte von den nutznießenden Organisationen dringend auf Nutzbarkeit und Erreichbarkeit untersucht werden. Die Möglichkeit des Ausbaus der Anlegestelle und der Schaffung eines Rastplatzes für Bootstouristen an der bereits bestehenden Odersbacher Anlegestelle sollte geprüft werden.
  • Kontrolle von Verstößen
    Am Kirschhöfer Lahnufer (und sicherlich nicht nur dort) werden regelmäßig Ordnungswidrigkeiten durch Lahnbesucher begangen (Kies, Leinpfad, Fluss, Parkplätze). Die Stadt Weilburg wird aufgefordert, zumindest an Sommerwochenenden im Bereich des Kirschhöfer Leinpfadabschnitts und Umgebung Kontrollmaßnahmen durchzuführen, um den Lahnnutzern Verstöße gegen die Anordnungen des Bundes (Wasser- und Schifffahrtsamt), der Straßenverkehrsordnung (Ignorieren der „Anlieger frei“ Schilder) und der Stadt Weilburg[6] (Landschaftschutzgebietsschild … Lagern…) bewußt zu machen und die Einhaltung einzufordern.

Um den Tourismusbetrieb in der Sommersaison in Bahnen zu lenken, die den Besuchern der Lahn wieder ein schönes Naturerlebnis und den Anwohnern Lebensqualität zurückzugeben, sind die das Lahntal als Tourismusziel bewerbenden und zum Gelderwerb nutzenden Organisationen wie z.B. Campingplatzbetreiber, Boots- und Fahrradverleiher von den Anwohnern dringend aufgefordert, etwas Zielführendes zu tun. Dazu gehört auch die Finanzierung von einigen Lenkungsmaßnahmen.

Die Lahnanlieger und die lokalen Kirschhöfer Vereine wie der TuS, HuWV, DVK werden wie bisher dazu gerne beitragen, benötigen aber tatkräftige Unterstützung von Kommune und Tourismusorganisationen.

Günther Wiehlmann

Weilburg Kirschhofen 27.2.2021

ANHANG: Liste organisierter Bootsvermieter

Es ist nicht bekannt, wie viele Boote auf der Lahn bei Weilburg eingesetzt werden. Der „Lahntal Tourismus Verband e. V.“ hat eine gewisse Kontrolle über die zertifizierten Vermieter.

Brückenstraße 2
35576 Wetzlar
Telefon: 06441 309980
Telefax: 03212 1239508
E-Mail: info@daslahntal.de

Die hier abgebildete Verleiherliste ist mit Sicherheit nicht aktuell, die aktuelle Liste der vom  „Lahntal Tourismus Verband e. V.“ zertifizierten Verleiher ist unter folgendem Web Link zu finden:

https://www.daslahntal.de/wasserwandern/mit-dem-kanu-unterwegs/kanuverleiher/

Man muss den professionellen Verleihern zugestehen, dass sie in ihren Tripunterlagen auf Verhaltens- und Benimmregeln hinweisen. Die werden allerdings anscheinend von vielen Mietern nicht beachtet.

Kanu-Tours-Weilburgwww.kanu-tours-weilburg.deWeilburg 
Lahntours-Aktivreisen GmbHwww.lahntours.deWeimar-Roth 
Krumos Aktivreisen + Eventswww.krumos.deSolms 
Weilburger Boots- und Kanuvermietungwww.weilburger-boote.deWeilburg 
Kanu Lahn-Dillwww.kanu-lahn-dill.deWetzlar-Niedergirmes 
Willis Bootsverleihwww.willis-bootsverleih.deWeinbach 
Kanutours Gießenwww.kanutours-giessen.deGießen 
Dobi-Trans Lahn-Boots-Centerwww.dobi-trans.deWeilburg 
Kanucharterwww.kanucharter.deNassau 
Outdoorzentrum Lahntalwww.outdoorzentrum.comGreifenstein-Allendorf 
DieThourswww.diethours.deHünstetten-WallrabensteinFür Weilburg vermutlich nicht interessant
Lahn Piratenwww.lahnpiraten.comRennerod 
Lahnkanu.comwww.lahnkanu.comWetzlar 
Kanuverleih Oberlahnwww.kanuverleih-oberlahn.deRennerod 
Rotana Touristikwww.rotana.deSolms 
Robin Tourswww.robintours.deSolms 
Residenz Tourswww.residenztours.deWeilburg 
Stand August 2020

[1] Die Lahn –Bootswandern auf der Lahn, Autor: Martin Schulze, Flussführer, 2002 Oberschleisheim, ISBN 3-925660-96-8

[2] Es gab in diesem Jahr bereits einen Unfall zwischen Radfahrer und Fußgänger mit nachfolgender Unfallflucht des Radlers.

[3] https://radroutenplaner.hessen.de/map/?info=2&id=120&art=2&link=https://radroutenplaner.hessen.de/themenrouten/hessischer-radfernweg-r-7/

[4] Der Lahn-Fischer – Vereinszeitung -Fischerei-Sportverein Oberlahn e.V. 1885, Informations-Nachrichten, 2013, Jahrgang 30, Nr. 118

[5] Mobiltoilette

[6] Regierungspräsidium Giessen als obere Naturschutzbehörde: Verordnung über das Landschaftsschutzgebiet „Auenverbund Lahn-Dill“ vom 06.12.1996

Öffentlicher Nahverkehr in Weilburg 2021

Optimierung ÖPNV-Anbindung der Stadtteile mit der Kernstadt

v.01.02 2021
Günther Wiehlmann
© Günther Wiehlmann 13.3.2021

Inhalt

Vorbemerkungen
Musterhafter Vergleich der Anbindung von zwei Stadtteilen
Erreichbarkeit der Haltepunkte
Busfrequenz auf der Strecke ZOB und retour
Schulverkehr
Ziele
Anhang 1: Abfahrten öffentlicher Personennahverkehr von Kirschhofen
Anhang 2: Abfahrten öffentlicher Personennahverkehr nach Kirschhofen
Anhang 3: Berechnung der Besiedlungsdichte

Dieser Artikel enthält Hintergrundinformation zu einem vom Autor und dem SPD Ortsverein für die Wahl zur Stadtverordnetenversammlung genutzten Plakat „Vernetzte Mobilität für alle!“

© SPD Ortsverein Weilburg 2021

Vorbemerkungen

Es ist ein erklärtes Ziel für die Stadt Weilburg, für alle Bürger*innen gleichwertige Lebensverhältnisse zu schaffen. Dennoch hat die Anbindung der Weilburger Stadtteile an die Kernstadt durch den öffentlichen Nahverkehr sehr unterschiedliche Qualitäten bezüglich der Anzahl der angebotenen Haltepunkte und der Entfernung von der Wohnung zur Haltestelle[1].

Vergleicht man die Stadtteile von Weilburg bezüglich Topologie, Enge der alten Ortskerne, Besiedlungsdichte[2] und Altersstruktur der Bewohner, so erkennt man sehr große Ähnlichkeiten. Man kann für einen Stadtteil gemachte Annahmen auf alle verallgemeinern, ohne zu große Fehler zu machen. 

Eine gute Anbindung an die Kernstadt ist im Interesse einer zukunftsorientierten Stadtentwicklung, stärkt die Mittelpunktfunktion Weilburgs und bindet Arbeitnehmer, Kunden, Gäste und Besucher an die Stadt. Wer einmal im Auto sitzt, ist schnell in benachbarte Zentren verschwunden.

Die Mobilität ohne Auto ist ein wichtiges Ziel, denn auch im ländlichen Raum gibt es immer mehr Menschen die nicht mehr fahren können oder wollen, denen kein Auto (oder Zweitwagen) zu Verfügung steht oder aus grundsätzlichen Gründen auf einen PKW verzichten.

Durch fortlaufende Konzentration der Nahversorgung und anderer Angebote der Daseinsvorsorge in Kernstadt und Gewerbegebiete werden Stadtteile entwertet, dort lebenden Bürger werden „abgehängt“.

Die öffentliche Verkehrsanbindung ist ein wichtiger Aspekt, der auch die Ziele des Klimaschutzes und Verkehrswende tangiert.

Die SPD-Stadtverordnetenfraktion Weilburg hat am 3. August 2020 vorgeschlagen, die Citybuslinie durch Aufnahme weiterer kernstadtnaher Haltepunkte zum einen zu optimieren und zum anderen in den Stadtteilen die Anzahl der Haltepunkte zu erhöhen.[3]

Der in Weilburg eingesetzt Citybus ist ein 7,72m langes und 2m breites Fahrzeug mit 15 Sitz- und 11 Stehplätzen und ist somit gut geeignet, auch enge Ortskerne zu befahren. Es verfügt über einen Absenkmechanismus und eine Rollstuhlrampe.  

Musterhafter Vergleich der Anbindung von zwei Stadtteilen

Erreichbarkeit der Haltepunkte

Vergleicht man beispielsweise die ÖPNV-Anbindung von 2 Stadtteilen, Odersbach und Kirschhofen als Muster für bestehendes Optimierungspotential, einen mit Citybusanbindung und einen ohne, so kann man aus den Ergebnissen tendenziell die möglichen Maßnahmen für andere Stadtsteile ableiten. Entsprechende Untersuchungen müssen für Kirschhofen aktualisiert, für die anderen Stadtteile noch durchgeführt werden.

Betrachtet werden soll lediglich die Verbindung vom Stadtteil zum ZOB und der Weilburger Innenstadt.

Ältere Mitbürger*innen sind oftmals gesundheitsbedingt auf den öffentlichen Nahverkehr angewiesen. Für manchen Einwohner stellt das bergauf/ bergab  Wandern zum und vom Haltepunkt eine große körperliche Herausforderung dar.

  • Odersbacher Bürger*innen können aufgrund ihrer Citybus-Anbindung unter 6 Haltepunkte den nächsten auswählen, für die Kirschhöfer gibt’s nur einen für 809 Einwohner mit hölzernem Schutzhäuschen[4]. In Odersbach wird für je 189,7 Einwohner ein Haltepunkt zur Verfügung gestellt, von denen der am Dorfplatz behindertengerecht ausgebaut ist. Die Minibusse vom Niederflurtyp Mercedes City Sprinter 65 verfügen bereits über eine integrierte Rollstuhlrampe, die das Einsteigen auch an normalen Haltepunkten erleichtert.
  • Haltepunkte pro Siedlungsfläche:
    • Kirschhofen: 1 Haltepunkt für 1,53km² Siedlungsfläche.
    • Odersbach: 1 Haltepunkt für 0,39km² Siedlungsfläche.

Entsprechend lang/ kurz sind für die Bürger*innen die Wege zu den Haltepunkten.

Viel unterschiedlicher kann die Anbindung durch den ÖPNV nicht ausgestaltet sein.

Busfrequenz auf der Strecke ZOB und retour

Von Kirschhofen zum ZOB gibt es 6 Verbindungen, 3 morgens, eine mittags und 2 abends. Außerhalb der Schulferien gibt es vom ZOB nach Kirschhofen 6 Verbindungen, während der Ferien 4[5].

Wochentags ist der ZOB aus Odersbach ab ca. 6.45 Uhr bis ca. 19.15 Uhr im Stundentakt zu erreichen, samstags ab ca. 6.45 Uhr bis ca. 16.15 Uhr im Stundentakt und sonntags ab ca. 8.45 Uhr bis 16.45 Uhr im Zweistundentakt. Dazu kommt noch die  werktägliche Unterstützung der Linie X 282 morgens, die mit 5 Abfahrten sehr eng getaktet ist.

 

Schulverkehr

Im letzten Jahr konnten die Kirschhöfer (, Weinbacher und Grävenecker) Schüler des GPW den LM52 nicht nutzen, um die Schule rechtzeitig zum Unterrichtsbeginn um 7.30 Uhr zu erreichen (Ankunft an der Spielmannschule, dem nächstgelegenen Haltepunkt 7.27 Uhr).

Es wurde bereits im vergangenen Jahr angeregt, den in Weinbach eingesetzten Bus entsprechend früher abfahren zu lassen. Das würde allein aus Kirschhofen schultäglich zirka 10 Elterntaxifahrten einsparen helfen. Die GPW Schüler aus Weinbach und Gräveneck hätten auch den Nutzen davon. Bislang konnte noch kein Fortschritt in der Sache verzeichnet werden.

Nutzen die GPW Schüler aus Kirschhofen alternativ den X89 um 7.00 Uhr, so haben sie 24 Minuten Zeit, um vom ZOB nach einem 1,5 km Fußweg, der steil bergauf geht, ihren Klassenraum zu erreichen.

Da die Schüler häufig zusätzlich zur Schultasche Materialien in den Unterricht mitbringen müssen, werden die GPW Schüler in der Regel durch die Eltern per Auto zum GPW gebracht, was die Dichte des Zubringerverkehrs zum GPW sehr zum Leidwesen der Anwohner verstärkt.

Ziele

  1. Gleichmäßige Anbindung aller Weilburger Stadtteile, innerhalb noch festzulegende Zeiten möglichst im Stundentakt
  2. Überprüfung und evtl. Aufstockung der Zahl der Haltepunkte, um wegen der Topografie vorhandene Erschwernisse zu minimieren
  3. Kurzfristige Erweiterung des Citybus-Angebotes auf weitere Stadtteile
  4. Einsatz des Fahrzeugtype Citybus, bis 2030 auch abgasfrei
  5. Feinjustierung der Schulbusabfahrtzeiten (hier müssen aufgrund der höheren Schülerzahl weiterhin Überlandbusse eingesetzt werden.)

Weilburg, 25.2.2021

Günther Wiehlmann

Anhang 1: Abfahrten öffentlicher Personennahverkehr von Kirschhofen

Stand Herbst 2020

Mo- Fr LinieFahrstreckeAnmerkungen
 5.20 X89 -> Weilburg ZOBWeilburg Guntersau 5.23 Weilburg Erbstollen 5.24 Weilburg ZOB 5.30 
 
 6.29 X89 -> Weilburg ZOBWeilburg Guntersau 6.32 Weilburg Erbstollen 6.33 Weilburg ZOB 6.39 
 
 7.00 X89 -> Weilburg ZOBWeilburg Guntersau 7.03 Weilburg Erbstollen 7.04 Weilburg ZOB 7.06 
 
7.16 LM-52 -> Weilburg von-Gagern-Schule(kommt aus Weinbach, Weilburger Str. 7.00 Weinbach Schule 7.03 Gräveneck Ortsmitte 7.10 …) Weilburg Guntersau 7.20 Weilburg Erbstollen 7.21 Weilburg Landtor 7.22 Weilburg Tagungsstätte/ DRK 7.23 Weilburg Ch.Spielmann-Schule 7.27 Weilburg von-Gagern-Schule  7.32Für Schüler An Schultagen, nicht am 24.2., 25.2., 22.5., 12.6.2020   Ist für GPW Schüler (Schulbeginn 7.30) zu spät an der Spielmannschule
8.11 LM-52 -> Weilburg Ch.-SpielmannSchuleWeilburg Guntersau 8.15 Weilburg Erbstollen 8.16 Weilburg Landtor 8.17 Weilburg Tagungsstätte/ DRK 8.18 Weilburg Ch.Spielmann-Schule
8.22
Für Schüler An Schultagen, nicht am 24.2., 25.2., 22.5., 12.6.2020
 12.41 X89 -> Weilburg ZOBWeilburg Guntersau 12.44 Weilburg Erbstollen 12.45 Weilburg ZOB 12.51 
 
13.05LM-52 -> Weinbach SchuleGräveneck Ortsmitte 13.10 Weinbach Schule 13.17Für Schüler An Schultagen, nicht am 31.1., 24.2., 25.2., 22.5., 12.6.2020 und am letzten Tag vor den Ferien
15.26LM-52 -> Fürfurt OrtsmitteGräveneck Ortsmitte 15.31 Fürfurt Ortsmitte 15.36Für Schüler An Schultagen, nicht am 31.1., 24.2., 25.2., 22.5., 12.6.2020 und am letzten Tag vor den Ferien
 16.19 X89 -> Weilburg ZOBWeilburg Guntersau 16.22 Weilburg Erbstollen 16.23 Weilburg ZOB 16.29 
 
 18.41 X89 -> Weilburg ZOBWeilburg Guntersau 18.44 Weilburg Erbstollen 18.45 Weilburg ZOB 18.51 
 

Als Sternverkehr nutzbar

Anhang 2: Abfahrten öffentlicher Personennahverkehr nach Kirschhofen

Stand Herbst 2020

MoFrLinieFahrstreckeAnmerkungen
 6.20 X89 Weilburg ZOB -> KirschhofenWeilburg Erbstollen Weilburg Guntersau Kirschhofen Ortsmitte 6.26 
 
 12.35 X89 Weilburg ZOB -> KirschhofenWeilburg Erbstollen Weilburg Guntersau Kirschhofen Ortsmitte 12.41 
 
 13.10 X89 Weilburg ZOB -> KirschhofenWeilburg Erbstollen Weilburg Guntersau Kirschhofen Ortsmitte 13.16Nur an Schultagen, außer 24.2., 25.2., 22.5., 12.6.2020
 
 15.20 LM52 Weilburg ZOB -> KirschhofenWeilburg Erbstollen Weilburg Guntersau Kirschhofen Ortsmitte 15.26 (weiter nach Fürfurt Ortsmitte und Gräveneck Ortsmitte)Nur an Schultagen
 
 16.13 X89 Weilburg ZOB -> KirschhofenWeilburg Erbstollen Weilburg Guntersau Kirschhofen Ortsmitte 16.19 
 
 18.35 X89 Weilburg ZOB -> KirschhofenWeilburg Erbstollen Weilburg Guntersau Kirschhofen Ortsmitte 18.41 
 
11.20LM52 CH.-Spielmann- Schule -> KirschhofenWeilburg Tagungsstätte/ DRK Weilburg Landtor Weilburg Guntersau Kirschhofen Ortsmitte 11.29Für Schüler
12.25LM52 CH.-Spielmann- Schule -> KirschhofenWeilburg Tagungsstätte/ DRK Weilburg Landtor Weilburg Guntersau Kirschhofen Ortsmitte 12.34Für Schüler
12.55LM52 von-Gagern-Schule -> KirschhofenWeilburg Schlesierstr. Weilburg Tagungsstätte/ DRK Weilburg LandtorFür Schüler (nicht nutzbar für Ch.- Spielmann- und GPW Schüler, da kein Halt an
  Weilburg Guntersau Kirschhofen Ortsmitte 13.05 (weiter nach Gräveneck Campingplatz, Weinbach Schule)Spielmannschule)
13.08LM52 CH.-Spielmann- Schule -> KirschhofenWeilburg Tagungsstätte/ DRK Weilburg Landtor Weilburg Guntersau Kirschhofen Ortsmitte 13.17 

Als Sternverkehr nutzbar

Zu Schulzeiten als Sternverkehr nutzbar

Anhang 3: Berechnung der Besiedlungsdichte

Die bewohnte Fläche des Stadtteilgebiets von Kirschhofen beträgt 1,53km², die von Odersbach 2,35km².

 bewohntes GebietEinwohnerzahl 1970
Kirschhofen:491ha insgesamt – 338ha Wald=1,53km² bewohntes Gebiet809
Odersbach459ha insgesamt – 224ha Wald=2,35km² bewohntes Gebiet1138

Annahme: unter Wald werden in der Erhebung von 1961 Holzungen und Wiesen zusammengefasst und sind vom Gesamtgebiet abzuziehen, um das bewohnte Gebiet zu erhalten.

Quelle: Lagis 17.7.2020

 Daraus ergibt sich folgende Besiedlungsdichte:

  • Kirschhofen 528,76 Einwohner/ km²
  • Odersbach  484,26 Einwohner/ km²

[1] Detailuntersuchung Günther Wiehlmann im Sommer 2020: Vergleich Odersbach (Citybus) – Kirschhofen

[2] Siehe Anhang

[3] Siehe auch Antrag SPD-Stadtverordnetenfraktion Weilburg vom 3.8.2020 „Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs in Weilburg“

[4] Einige Bürger des Kirschhöfer Unterdorfs nutzen die Odersbacher Haltestelle der Linien LM-61 (Abfahrt ca. stündlich) oder 282 (morgens 5 Abfahrten sehr eng getaktet) am Dorfplatz, um das Ärztezentrum, Kreiskrankenhaus oder den ZOB zu erreichen (die Entfernung aus dem Unterdorf ist max. 600m). Für die Bewohner des Kirschhöfer Oberdorfs ist die Odersbacher Haltestelle zu weit entfernt.

[5] Stand Herbst 2020, um Weihnachten soll eine zusätzlich Abfahrt hinzugekommen sein (zu prüfen)